Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Henning Otte (CDU), mahnt eine verlässliche Ausstattung der Soldaten für das geplante Drohnenregiment an. Er reagiert damit auf die Ankündigung von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD), erstmals ein solches Regiment aufzustellen.
Drohnen als Teil moderner Verteidigung
Drohnen und Drohnenabwehr seien heute "wichtiger Bestandteil moderner Landes- und Bündnisverteidigung", sagte Otte der "Rheinischen Post". Die Aufstellung eines eigenen Regiments sei daher "folgerichtiger Schritt".
Moderne Streitkräfte bräuchten moderne Fähigkeiten, so Otte. Das Gefechtsfeld verändere sich, und die Bundeswehr müsse darauf reagieren. Die sicherheitspolitische Lage sei der Taktgeber.
Forderungen an die Umsetzung
Doch Fähigkeiten entstünden nicht auf dem Papier, betonte Otte. Entscheidend sei, dass aus politischen Ankündigungen "schnell konkrete Fähigkeiten und verlässlich verfügbares Material" für die Soldaten entstünden.
Neue Strukturen zeigten den Weg, reichten allein aber nicht aus. Die Truppe müsse über die Systeme und die Ausrüstung verfügen, die sie für ihren Auftrag tatsächlich brauche. Die "Einsatzfähigkeit" sei der Maßstab.