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Startseite AktuellOsnabrücker Sternekoch Thomas Bühner im Gespräch – Zuhörerin rebelliert
AktuellKulturOsnabrück

Osnabrücker Sternekoch Thomas Bühner im Gespräch – Zuhörerin rebelliert

von Dominik Lapp 11. Oktober 2024
von Dominik Lapp 11. Oktober 2024
Thomas Bühner im Café Backstein. / Foto: Dominik Lapp
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Am Mittwochabend (9. Oktober) versammelten sich Literatur- und Kochliebhaber im Café und Bistro Backstein in Osnabrück, um einer außergewöhnlichen Veranstaltung beizuwohnen. Auf Einladung des Literaturbüros Westniedersachsen nahm der renommierte Sternekoch Thomas Bühner, einstiger Leiter des mit drei Michelin-Sternen ausgezeichneten Restaurants „La Vie“, an der beliebten Reihe „Was liest eigentlich…?“ teil. Im Gespräch mit Jens Peters, dem Leiter des Literaturbüros, wurde erörtert, inwieweit Literatur und Kulinarik sich gegenseitig inspirieren können.

Literatur als Inspiration fürs Kochen

Thomas Bühner, der inzwischen weltweit in Ländern wie Taiwan, Indien oder Australien tätig ist, gestand, dass seine Beziehung zur Literatur eher begrenzt sei: „Ich bin nicht mit Literatur aufgewachsen“, sagte er offen. Berufsbedingt, oft mit 16-stündigen Arbeitstagen, habe er immer wenig Zeit zum Lesen gefunden. Seine Lektüre beschränke sich bis heute weitgehend auf Kochbücher, die für ihn mehr als bloße Gebrauchsanleitungen seien. Bühner erklärte: „Ich habe Kochbücher als Inspirationsquelle, als Wissensquelle angeschaut.“

Dennoch zeigte er ein großes Verständnis für die Verbindung von Kulinarik und Kultur, die über das bloße Essen hinausgeht. Für ihn liegt der wahre Wert des Essens nicht nur im Konsum, sondern in der sozialen Interaktion. „Es ist mir völlig egal, ob jemand eine TK-Pizza isst. Das Entscheidende ist, dass das Essen am Tisch stattfindet – nicht beim Fernsehen, nicht alleine, sondern am Tisch und gemeinsam“, sagte Bühner und fügte hinzu, dass der Tisch der soziale Mittelpunkt der Familie sei, genauso wie Restaurants oder Cafés Räume für Begegnungen schaffen. Diese Verbindung zwischen Menschen durch Essen sieht er als zentralen Bestandteil sowohl seines beruflichen als auch seines persönlichen Lebens.

Volles Haus beim Gespräch mit Thomas Bühner. / Foto: Backstein

Volles Haus beim Gespräch mit Thomas Bühner. / Foto: Backstein

Einblicke in Bühners Karriere und persönliche Erfahrungen

Im Gespräch gab Bühner den Zuhörerinnen und Zuhörern auch persönliche Einblicke in seine Karriere und seinen Werdegang. Ursprünglich habe er keinen klaren Plan gehabt, was er beruflich machen wolle, doch nach einem Test beim Arbeitsamt entschied er sich für den Beruf des Kochs. Er erinnerte sich, wie sein Ehrgeiz geweckt wurde, als er während seiner Ausbildung von einem Lehrchef unsanft zurechtgewiesen wurde. „Ich wollte nicht als Verlierer vom Platz gehen, dem wollte ich es zeigen“, erzählte er und schilderte, wie er sich in Rekordzeit durch seine Lehre arbeitete – stets begleitet von Kochbüchern, die ihn inspirierten und antrieben, und die er sogar mit ins Bett nahm.

Besonders faszinierend waren seine Ausführungen über seine internationalen Erfahrungen. Bühner berichtete von seinen kulinarischen Reisen rund um den Globus, die ihn unter anderem nach Ecuador, Taiwan und in den Libanon führten. „Es ist viel mehr als nur Essen – es ist auch kulturelle Begegnung“, sagte er und betonte, dass das Kennenlernen von fremden Kulturen und Menschen durch das gemeinsame Essen eine zentrale Rolle für ihn spielt.

Interaktion mit dem Publikum – eine Zuhörerin rebelliert

Nachdem Jens Peters zwei Passagen aus Martin Suters Buch „Der Koch“ vorgelesen hatte, stieg er mit Thomas Bühner in die Diskussion darüber ein, wie realistisch die Koch- und Küchenszenen in dem Buch beschrieben sind. Anschließend war das Publikum eingeladen, Fragen zu stellen und sich aktiv am Gespräch zu beteiligen – das funktionierte sehr gut, mit Ausnahme einer rebellischen Dame, die wiederholt lautstark ihren Unmut darüber äußerte, dass Bühner nichts vorgelesen und für ihr Verständnis nicht klar genug dargelegt hat, welche Bücher ihn inspirieren. Dadurch kam es im Verlauf des ansonsten sehr harmonischen und gemütlichen Abends zweimal zu nahezu tumultartigen Szenen, in denen die Dame wütend-empörte Reaktionen des Publikums auf sich zog.

Insgesamt also ein scharf-würziger Abend, der es in sich hatte und Lust machte auf die weiteren Veranstaltungen dieser Reihe. Der nächste Gast auf dem Backstein-Sofa ist der emeritierte Bischof Franz-Josef Bode, der am 6. November unter anderem aus dem Buch „Adressat unbekannt“ lesen wird. Der Eintritt ist frei. Reservierungen sind über das Literaturbüro möglich (Telefon: 0541/202-7908, E-Mail: LitOs-info@osnabrueck.de).

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Dominik Lapp

Dominik Lapp ist seit 2023 Redaktionsleiter der HASEPOST. Der ausgebildete Journalist und Verlagskaufmann mit Zusatzqualifikation als Medienberater, Social-Media- und Eventmanager war zuvor unter anderem als freier Reporter für die Osnabrücker Nachrichten, die Neue Osnabrücker Zeitung und das Meller Kreisblatt sowie als Redakteur beim Stadtmagazin The New Insider und als freier Autor für verschiedene Kultur-Fachmagazine tätig. Seine größte Leidenschaft gilt dem Theater, insbesondere dem Musical und der Oper, worüber er auch regelmäßig auf kulturfeder.de berichtet.

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