In Dortmund fanden die 73. Deutschen Leichtathletik-Hallen-Meisterschaften in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle statt. Über 4.000 Zuschauer im Hallenrund, Millionen an den Bildschirmen der ARD. Mittendrin statt nur dabei zwei Athleten der LG Osnabrück, der Leichtathletik-Gemeinschaft der TSG 07 Burg Gretesch und des Osnabrücker Sportclubs. Fabian Dammermann und Florian Kroll gehören über die 400 m zu den Hauptdarstellern, sorgen für Spannung und Dramatik. Weitere vier Starter aus Osnabrück zeichnen für einen neuen Rekord verantwortlich – so viele waren in der Geschichte dieser seit 1954 ausgetragenen Titelkämpfe noch nie dabei.
Osnabrücker reden um den Titel mit
Neuer Modus, neues Glück heißt es am Samstag bei den Halbfinalläufen über 400 m. Fünf Läufe, nur die jeweiligen Sieger qualifizieren sich direkt für die beiden Finals, deren Schnellster sich dann Deutscher Meister nennen darf. Drei weitere müssen als Zeitschnellste das Ticket buchen. Florian als Titelverteidiger eröffnet im ersten Halbfinale und lässt wie Fabian später keine Zweifel aufkommen. Die Osnabrücker dominieren ihren Lauf, platzieren sich in der Gesamtwertung der Halbfinals auf Rang eins und drei. Fabians 46,54 sec sind sogar Weser-Ems- und Stadtrekord sowie das klare Signal: „Ich will um den Titel mitreden.“.
Florian Kroll fehlen vier Hundertstel zum Laufsieg am Sonntag
Hochdramatisch bereits der erste, vermeintlich schwächere Finallauf am Sonntag. Florian erwischt beim Reinziehen nach 150 m eine schlechte Position, macht aber auf der Zielgeraden wie gewohnt Meter um Meter gut. Ein Raunen geht durchs Publikum – die vier Starter passieren die Ziellinie binnen einer Zehntelsekunde. Gespanntes Warten. 47,19 sec – vier Hundertstel fehlen Florian auf Rang drei zum Laufsieg.
Fabian Dammermann holt sich Silber
Die Ausgangslage vor dem folgenden zweiten Finale mit den beiden Saisonschnellsten ist klar. 47,15 sec aus dem ersten Lauf sind zu unterbieten. Das sollte kein Problem sein. Eindeutiger Titel-Favorit ist der Deutsche Freiluftmeister Jean-Paul Bredau (Wolfsburg). Gefühlt hat Fabian Dammermann als Herausforderer angesichts der Vorleistungen keine Chance. Dann die Überraschung. Fabian präsentiert sich topfit, hält vom Start weg engen Kontakt zu Bredau. Bei 300 m ist der Osnabrücker dran, das Publikum wittert die Sensation. Dann der entscheidende Moment. Fabian touchiert den Führenden leicht. Während dieser damit richtig Notiz vom Verfolger nimmt und beschleunigt, muss Fabian kurz abstoppen. Im Ziel heißt es 46,21 sec zu 46,60 sec – so knapp hat niemand dieses Rennen erwartet. Silber für Fabian. Florian darf mit Rang fünf zufrieden sein.
Auch andere Osnabrücker beeindrucken mit ihren Leistungen
Wertvolle Erfahrungen im Konzert der besten Deutschen sammelten indes die weiteren Starter aus der Hasestadt. Linus Vennemann (LG Osnabrück,14. über 3.000 m), Jonas Kulgemeyer (OTB, 13. 1.500 m, 18. 3.000 m) sowie Andre Rohling (LG Osnabrück, 20. 800 m) und Mika Pikutzki (LG Osnabrück 23. 800 m) m können selbstbewusst in die Sommersaison gehen.
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