Die Stadt Osnabrück geht einen weiteren Schritt für ein offenes und sicheres Miteinander: Der Beitritt zum Rainbow Cities Network soll den Alltag queerer Menschen sichtbarer machen, die Sicherheit erhöhen und den Austausch mit anderen Städten fördern. Gleichzeitig bleibt das Engagement für LGBTQ+-Themen vor Ort fest verankert.
Queere Lebensrealitäten immer mehr etabliert
Das Rainbow Cities Network fördert den globalen Austausch. Warum nicht von guten Beispielen lernen? Osnabrück schaut sich an, was in anderen Städten bereits gut läuft und kann diese Ideen direkt vor Ort nutzen. Man muss ja nicht alles neu erfinden. Da Osnabrück bereits selbst viele gute Ideen umgesetzt hat, können wiederum andere Städte profitieren. Ein weiterer Punkt: Queere Lebensrealitäten werden stärker wahrgenommen – in der Verwaltung, Politik und in der Stadtgesellschaft. Zudem hilft der Austausch im Netzwerk, inklusive Standards, konkrete Formate und Antidiskriminierung besser umzusetzen. Nicht zuletzt macht die internationale Zusammenarbeit Schutz- und Unterstützungsstrukturen vor Ort robuster. Oberbürgermeisterin Katharina Pötter: „Osnabrück ist Friedensstadt. Der Westfälische Frieden hat die Stadt geprägt und schon vor fast 400 Jahren gezeigt, wie eng Toleranz und Dialog zusammenhängen. Daher finde ich den Beitritt zum Netzwerk folgerichtig und begrüße ihn.“ Was Osnabrück schon jetzt tut:
- Antidiskriminierungsbüro (seit 2017): Bekämpft Diskriminierung jeder Form; LGBTIQ+-Themen fließen fest in den Auftrag des Referats Chancengleichheit ein.
- Queer-Beirat (2023): Berät die Stadtverwaltung und den Stadtrat aus Sicht der queeren Community; Betroffene wirken bei Entscheidungen mit.
- Rosa Courage Preis: (Seit 1992) Der im Rahmen des Gay in May Festivals verliehene Preis ehrt Persönlichkeiten oder Organisationen, die sich überregional für die Rechte und die Sichtbarkeit von LGBTIQ+-Personen einsetzen.
- Queerer Stadtplan als Gezielte Förderung: Die Stadt unterstützt die Erstellung und Aktualisierung eines queeren Stadtplanes, der sichere Orte, Beratungsstellen und Treffpunkte für die Community im Stadtgebiet sichtbar macht.
- Sichtbarkeit und Schutz (seit 2022): Neue Resolutionen verbessern Sichtbarkeit queerer Lebensrealitäten und stärken Schutzmechanismen.
- Queeres Beratungshaus (ab Juli 2025): Ein eigenständiges, niedrigschwelliges Angebot für LGBTIQ+-Personen vor Ort.
- Antidiskriminierungs-Netzwerk: Lokale NGOs und Partner unterstützen Betroffene mit Rat und Hilfe.
- Rainbow Cities Network als Baustein: Der Beitritt ergänzt die Arbeit mit internationalen Ideen, Ressourcen und Kontakten.
Hintergrund und Ziele des Rainbow Cities Network
Rainbow Cities Network ist ein internationales Netzwerk von Städten, das sich für LGBTIQ+-Inklusion, Sicherheit und den Austausch bewährter Praktiken einsetzt. Es verbindet Städte, teilt Ideen, Ressourcen und Kontakte, um gleiche Teilhabe und Antidiskriminierung vor Ort zu stärken. Teilnehmende Städte sind zum Beispiel: Oslo, Toronto, Barcelona, Berlin, Wien, Helsinki, Mailand, Paris, Montreal, Kopenhagen. Ziel ist es, die Lebensrealität von LGBTIQ+-Personen spürbar zu verbessern und ihnen Teilhabe voll zu ermöglichen, die enge Verbindung zwischen der queeren Community, der Stadtverwaltung und der Bürgerschaft zu stärken, Offenheit und Inklusivität zu schaffen, damit alle Menschen frei leben können, und von anderen Städten im Rainbow Cities Network zu lernen, um gemeinsam Neues zu schaffen.
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