Ende Juli 2024 musste die als Kirmessteg bekannte Holzbrücke über die Düte im Oeseder Zentrum aufgrund von festgestellten Mängeln hinsichtlich der Verkehrssicherheit gesperrt werden. Nun steht fest: Die marode Brücke wird abgerissen. Ein Neubau wird nicht angestrebt.
Abriss der Brücke wohl das kleinere Übel
Bereits unmittelbar nach der Sperrung ist seitens der städtischen Verwaltung dargelegt worden, dass es angesichts des umfassenden Schadensbildes wohl keine Alternative zum Abriss des Bauwerkes gebe. Die finale Entscheidung darüber sowie über die Möglichkeit eines Ersatzbaus wurde im Dezember abschließend in den politischen Gremien beraten. Dabei ist die Verwaltungssicht bestätigt worden, in der Form, dass die Brücke abgerissen und durch keinen Neubau ersetzt wird.
Die Holzbrücke ist vor über 25 Jahren als Verbindung zwischen der Alten Seilerei und dem weiteren Zentrum rund um das Rathaus errichtet worden. Mit dem Bau der heutigen Georg-Elser-Straße hatte sie allerdings ihre bis dato alleinige Funktion als fußläufige Verbindung zwischen den genannten Bereichen verloren.
So ist schon bei den Planungen der neuen Straße im Jahr 2011 in ausdrücklicher Kenntnis der vorhandenen Holzbrücke entschieden worden, den Fußgängerverkehr künftig mit beidseitigen Gehwegen über die neue Straßenverbindung zu leiten. Der Weg über die alternative Düte-Brücke ist nur rund 25 Meter länger als über die Holzbrücke. Dieser Hintergrund und die zu erwartetenden Kosten für einen Ersatzneubau in Höhe von circa 270.000 Euro führten letztlich zu der nun getroffenen Entscheidung.
Bestehende Düte-Brück soll stattdessen als Alternative verbessert werden
Der Beschluss sieht zudem vor, die Wegeführung von der neuen Düte-Brücke in Richtung Zentrum zu verbessern. Dementsprechend soll der derzeit über die Holzbrücke führende Weg etwas nach Süden verlegt und die Baumreihe entlang der Straße Am Rathaus in Richtung Georg-Elser-Straße verlängert werden. Für diese Maßnahmen, die unter anderem auch Bestandteil des im vergangenen Sommer gefassten Beschlusses der politischen Gremien zum Einstieg in die künftige Innenstadtentwicklung sind, stehen dafür im städtischen Haushalt inklusive der Abrisskosten 10.000 Euro zur Verfügung.
Weitere auch kostenintensivere Maßnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität sowohl in diesem, als auch in anderen Bereichen des Stadtzentrums sollen künftig im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtung in Zusammenhang mit den Überlegungen aus den Planungen zur Stadtzentrumserweiterung Ost sowie dem Innenstadtkonzept erfolgen.