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Startseite Deutschland & die WeltÖkonomen kritisieren 100 Tage schwarz-rote Wirtschaftspolitik
Deutschland & die Welt

Ökonomen kritisieren 100 Tage schwarz-rote Wirtschaftspolitik

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 13. August 2025
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 13. August 2025
Lars Klingbeil und Friedrich Merz (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
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Ökonomen an deutschen Universitäten bewerten die ersten 100 Amtstage der schwarz-roten Bundesregierung kritisch. Das geht aus dem aktuellen Ökonomenpanel des Ifo-Instituts hervor: 42 Prozent der Teilnehmer sehen die bisherigen wirtschaftspolitischen Maßnahmen negativ, lediglich 25 Prozent eher positiv. Kurzfristig erwartet die Hälfte der Befragten positive Konjunktureffekte, mittelfristig zeigen sich die Ökonomen skeptischer.

Kritik an der Rentenpolitik und Schuldenbremse

„Dringend notwendig ist eine Rentenreform, doch gehen die Maßnahmen der Bundesregierung bei der Rente vollständig in die falsche Richtung“, sagte Ifo-Forscher Niklas Potrafke. „Kritisch sehen die befragten Ökonomen vor allem die Ausweitung der Mütterrente und das Ausbleiben einer Erhöhung des Renten- und Pensionseintrittsalters“, sagte Potrafke. Auch die Reform der Schuldenbremse stoße bei einigen Teilnehmern auf Kritik.

Positive Einschätzungen bei Investitionen und Unternehmen

Am positivsten sehen die Ökonomen die Stärkung öffentlicher Investitionen, die aufgrund des neuen Sondervermögens geplant werden. Ebenfalls positiv bewerten sie den sogenannten „Investitionsbooster“, also die verbesserten Abschreibungsmöglichkeiten für Unternehmen, sowie zusätzliche Verteidigungsausgaben und die angekündigte Senkung der Körperschaftsteuer.

Konjunktur- und Wachstumserwartungen

Kurzfristig erwartet die Hälfte der Befragten eher positive Auswirkungen der bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung auf die Konjunktur, lediglich zwölf Prozent gehen von eher negativen Effekten aus. Mit Blick auf die mittelfristigen Wachstumsaussichten erwarten 34 Prozent eher positive Aussichten, während insgesamt 26 Prozent mit negativen mittelfristigen Wachstumsaussichten rechnen. „Die schuldenfinanzierte Fiskalpolitik wird vor allem kurzfristig die Konjunktur ankurbeln. Um nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu schaffen, werden allerdings marktorientierte Strukturreformen benötigt. Von solchen Reformen ist gegenwärtig nur noch nichts zu sehen“, sagte Potrafke.

Am 52. Ökonomenpanel von Ifo Institut und der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ nahmen 170 VWL-Professoren im Zeitraum vom 29. Juli bis zum 5. August 2025 teil.

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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