Der frühere Chef der Monopolkommission, Achim Wambach, hat Bundesregierung und Bundeskartellamt dazu aufgerufen, die Entwicklung der Spritpreise aufmerksam zu verfolgen. Er hält zwar derzeit keine unmittelbaren Eingriffe für nötig, fordert aber eine sorgfältige Vorbereitung möglicher Maßnahmen für den Fall eines anhaltenden Preisschocks.
Hinweis auf funktionierenden Markt – aber Warnung vor Missbrauch
Der frühere Vorsitzende der Monopolkommission Achim Wambach hat Bundesregierung und Bundeskartellamt aufgefordert, die Spritpreisentwicklung genau zu beobachten und mögliche spätere Eingriffe in den Markt vorzubereiten. „Wenn die Weltmarktpreise steigen, steigen auch die Preise a den Tankstellen“, sagte Wambach der „Rheinischen Post“ (Freitagsausgabe). Dies sei zunächst eher ein Zeichen für einen funktionierenden Markt als für Marktverzerrungen.
Gleichzeitig mahnte Wambach eine enge Kontrolle der Preisbildung im Inland an. „Das Kartellamt sollte sich die Preisentwicklung aber genau anschauen, falls marktmächtige Anbieter diese Situation für übermäßige Preiserhöhungen nutzen“, sagte der Präsident des ZEW – Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung der „Rheinischen Post“. „Die Monopolkommission hat hier keine Aufgabe, da sie keine Strafen verhängen kann“, ergänzte Wambach gegenüber der Zeitung.
Vorbereitung möglicher Eingriffe gefordert
Mit Blick auf die internationalen Energiemärkte nahm Wambach auch die Bundesregierung in die Pflicht. „Die Regierung sollte die Entwicklung auf den Weltmärkten genau verfolgen. Öl und Gas sind essenziell für die deutsche Wirtschaft. Für Maßnahmen ist es noch zu früh, aber ein anhaltender Preisschock könnte Eingriffe notwendig machen. Diese sollten vorbereitet werden“, forderte der Top-Ökonom in der „Rheinischen Post“.
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