Nach den tödlichen Schüssen in Bramsche am Montag (2. März) ergaben sich viele Fragen zum Tathergang. Die Obduktion lieferte nun Antworten: Der 86-jährige Vater erschoss seine 62-jährige Tochter im Wohnhaus.
Obduktion klärt Tathergang
Durch die Obduktion konnten die Vorkommnisse in einem Wohnhaus in der Jahnstraße in Bramsche nachvollzogen werden. Sprecher der Staatsanwalt, Alexander Retemeyer, bestätigt unserer Redaktion, dass der Vater erst seine Tochter und dann sich selbst erschoss. Die Tat ereignete sich im gemeinsamen Wohnhaus, in dem Vater und Tochter in getrennten Wohneinheiten wohnten. Im Vorfeld habe es Streitigkeiten gegeben.
Was bisher bekannt war
Am Montagmittag erhielt die Polizei einen Notruf von Nachbarn in der Jahnstraße in Bramsche, die Schreie einer Frau und Schüsse hörten. Daraufhin rückte das Mobile Einsatzkommando aus und verschaffte sich Zutritt zum Haus. Sie fanden den 86-jährigen Mann tot und eine 62-jährige Frau lebensgefährlich durch Schusswunden verletzt auf. Die Frau verstarb noch vor Ort. Die Vater-Tochter-Verwandtschaft bestätigte die Staatsanwaltschaft schon am Dienstag (3. März) und erklärte, dass eine Obduktion Antworten liefern solle.
Polizei ermittelt weiter
Retemeyer erklärt das weitere Vorgehen im Fall Bramsche: „Die polizeilichen Ermittlungen dauern an und können auch noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Wenn der Fall der Staatsanwaltschaft übergeben wird, werden wir das Verfahren allerdings einstellen.“ Der Tot des Täters stelle ein dauerhaftes Verfahrenshindernis da, weshalb kein Verfahren stattfinden werde. In Deutschland finden Verfahren gegen Tote grundsätzlich nicht statt, lediglich das Aufklären der Geschehnisse.
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