HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Osnabrück
  • Region Osnabrück
  • Deutschland & die Welt
  • Kultur
  • Sport
  • Meinung & Kolumne
.
Preisverleihung für Abi-Aktion: So setzt sich die Volksbank...
Neustart nach der Krise: DRK in Osnabrück sucht...
Taxi-Streit vor Gericht: WhatsApp-Nachricht bringt Osnabrücker Funkzentrale in...
Reisender mit Heroin im Zug zwischen Bad Bentheim...
Caritas in Niedersachsen nennt AfD-Ziele unvereinbar mit christlichen...
Botanischer Garten der Uni Osnabrück an Wildpflanzenschutz-Projekt beteiligt
Kommentar: Kritisiert die Meinung, nicht den Überbringer
Weitere Vertragsverlängerung beim TV Bissendorf-Holte
Stadt Osnabrück und SWO Netz erneuern Infrastruktur in...
Nach Säureattacke: Berufsinformationszentrum der Arbeitsagentur bis mindestens 11....
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • ✨ KI-Leitlinie
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Osnabrück
  • Region Osnabrück
  • Deutschland & die Welt
  • Kultur
  • Sport
  • Meinung & Kolumne
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Osnabrück
  • Region Osnabrück
  • Deutschland & die Welt
  • Kultur
  • Sport
  • Meinung & Kolumne

© (1996) 2014 – 2026 osna.com GmbH
Impressum & Datenschutzerklärung.

Startseite OsnabrückNotfälle erkennen: Ertrinken sieht nicht wie Ertrinken aus
Osnabrück

Notfälle erkennen: Ertrinken sieht nicht wie Ertrinken aus

von Lukas Brockfeld 17. Juni 2021
von Lukas Brockfeld 17. Juni 2021
Rettungsring und Rettungsboje (Symbolbild)
14

Der Sommer ist endlich da und die Osnabrücker zieht es in Schwimmbäder, Badeseen und Gewässer. Dabei kommt es immer wieder zu tragischen Unglücken, 2019 ertranken mindestens 417 Menschen in Deutschland. 

In Filmen sind Notfälle beim Schwimmen leicht zu erkennen: Ertrinkende rufen laut um Hilfe, schlagen mit den Armen und ziehen so Aufmerksamkeit auf sich. In der Realität ist das Ertrinken meist ein stiller Tod. Die Betroffenen sind zu erschöpft um Hilfe zu rufen, sie verwenden alle Kraft darauf, sich über Wasser zu halten und zu atmen. Es kommt immer wieder vor, dass Menschen nur wenige Meter von anderen Schwimmern ertrinken und ihre Not erst erkannt wird, wenn es zu spät ist. Ertrinken sieht meist nicht nach Ertrinken aus, es passiert ohne Schreie und panisches Gestrampel.

Wie kann Ertrinken erkannt werden?

In einem Interview mit der AOK erklärt Felix Dürnberger, Stellvertretender Vorsitzender der DLRG-Jugend Bayern, wie ein Notfall im Wasser erkannt werden kann. „Wenn Sie sehen, dass der Kopf eines Menschen immer wieder unter Wasser verschwindet, um kurz wieder aufzutauchen, ist wahrscheinlich dringend Hilfe nötig. Es sind nicht immer nur Nichtschwimmer, die in Not geraten. Auch Schwimmer müssen aufpassen, zum Beispiel wegen der Strömung in offenen Gewässern.“ Folgende Anzeichen sind bei Ertrinkenden typisch:

  • Der Kopf gerät immer wieder unter Wasser.
  • Der Mund ist auf Höhe der Wasseroberfläche und häufiger darunter.
  • Die Arme werden seitlich ausgestreckt und paddeln hilflos.
  • Die Beine werden nicht benutzt.
  • Die Atmung ist beschleunigt.
  • Die Person schwimmt auf einer Stelle.
  • Haare hängen vor Augen und Stirn, werden nicht weggewischt.
  • Der Blick ist leer und nicht fokussiert oder die Augen geschlossen.

Die meisten Ertrinkenden sind körperlich nicht mehr der Lage, selbst Hilfe zu rufen. Sie konzentrieren instinktiv ihre verbliebene Kraft auf das Aufrechterhalten der Atmung. Ein Herbeiwinken von Rettern ist für sie unmöglich, die Arme werden instinktiv seitlich ausgestreckt und von oben auf die Wasseroberfläche gedrückt. Diese Schutzfunktion soll den Körper über Wasser halten, um weiter Atmen zu können. Der Ertrinkende ist nicht mehr in der Lage, sein Schicksal durch bewusst gesteuerte Bewegungen abzuwenden. Jetzt muss schnell gehandelt werden. Ertrinkende können sich nur für 20 bis 60 Sekunden über Wasser halten, die Umstehenden sollten sofort reagieren. Dabei ist es allerdings wichtig, sich nicht selbst in Gefahr zu bringen. Es kommt immer wieder vor, dass auch die Retter in Not geraten und selbst ertrinken.

417 Ertrunkene in 2019

Tödliche Badeunfälle sind leider keine Seltenheit. Die DLRG teilte in einer Pressemitteilung mit, dass 2019 mindestens 417 Menschen in Deutschland durch Ertrinken ums Leben kamen. 87% der Opfer starben in Binnengewässern: „Flüsse, Seen oder Kanäle sind nach wie vor die größten Gefahrenquellen. Nur vergleichsweise wenige Gewässerstellen werden von Rettungsschwimmern bewacht. Das Risiko, dort zu ertrinken, ist deshalb um ein Vielfaches höher als an Küsten oder in Schwimmbädern“, beschreibt Achim Haag, Präsident der Wasserretter, die Gefahrenlage. Besonders vom Ertrinken betroffen sind Kinder und junge Menschen. 17 Kinder im Vorschul- und acht im Grundschulalter kamen 2019 im Wasser ums Leben. DLRG-Präsident Haag sieht die zurückgehende Schwimmfertigkeit bei den Kindern als eine wesentliche Ursache und kritisiert die sich weiter verschlechternden Rahmenbedingungen für die Schwimmausbildung. Flüchtlinge sind eine weitere Risikogruppe, im vergangenen Jahr ertranken 27 Asylsuchende, die so gut wie alle Nichtschwimmer waren. 2019 ertranken die meisten Menschen in Bayern, dort kamen 95 Personen ums Leben. Auf Rang zwei rangiert Nordrhein-Westfalen mit 65 Todesfällen, dritter ist Niedersachsen, das flächenmäßig zweitgrößte Bundesland, mit 51 Todesfällen. Es folgen Baden-Württemberg (37), Brandenburg (34) und Mecklenburg-Vorpommern (27).

 


Dieser Artikel erschien erstmalig am 6. August 2020, hat an Aktualität aber nichts eingebüßt.

0 Kommentare 0 FacebookTwitterPinterestEmail
Lukas Brockfeld

Lukas Brockfeld ist seit dem Sommer 2019, erst als Praktikant und inzwischen als fester Mitarbeiter, für die Redaktion der HASEPOST unterwegs.

vorheriger Artikel
Seit April: veloCARRIER beliefern Osnabrück
nächster Artikel
Gute Nachricht des Tages: Trotz Corona mehr Gewebespenden in Deutschland

das könnte Sie auch interessieren

Preisverleihung für Abi-Aktion: So setzt sich die Volksbank...

27. Februar 2026

Neustart nach der Krise: DRK in Osnabrück sucht...

27. Februar 2026

Taxi-Streit vor Gericht: WhatsApp-Nachricht bringt Osnabrücker Funkzentrale in...

27. Februar 2026

Caritas in Niedersachsen nennt AfD-Ziele unvereinbar mit christlichen...

27. Februar 2026

Botanischer Garten der Uni Osnabrück an Wildpflanzenschutz-Projekt beteiligt

27. Februar 2026

Kommentar: Kritisiert die Meinung, nicht den Überbringer

26. Februar 2026

Stadt Osnabrück und SWO Netz erneuern Infrastruktur in...

26. Februar 2026

Nach Säureattacke: Berufsinformationszentrum der Arbeitsagentur bis mindestens 11....

26. Februar 2026

Museum Industriekultur Osnabrück öffnet künftig auch dienstags

26. Februar 2026

Gute Nachricht des Tages: Allergikerfreundlicher Apfel der Hochschule...

26. Februar 2026


Aktuelle Artikel

  • Nachrichtenagentur kündigt baldige Veröffentlichung weiterer Details an

    27. Februar 2026
  • Inflation in Deutschland sinkt im Februar auf 1,9 Prozent

    27. Februar 2026
  • Ex-Verfassungsrichter hält AfD-Verbotsverfahren in Thüringen für möglich

    27. Februar 2026
  • Preisverleihung für Abi-Aktion: So setzt sich die Volksbank in der Region Osnabrück gegen Gewalt und Hetze ein

    27. Februar 2026
  • VfB Stuttgart gegen Porto, Freiburg trifft auf Genk

    27. Februar 2026


Impressum

  • Facebook
  • Twitter
  • Instagram

© (1996) 2014 – 2026 osna.com GmbH   ·   Impressum & Datenschutzerklärung   ·   Made with ♡ in Osnabrück.   ·  Unsere Partnerportale:
OSNA.dating Partnersuche   ·   Hilfethemen für die US Einreise mit dem ESTA.  ·   www.kfz-versicherung-trotz-schufa.com  


zurück nach oben
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Home3 demos
  • Politics
  • Economy
  • Sport
  • Culture
  • Technology
  • Region Osnabrück+ Kreis ST
  • Seite 3