Die anhaltende Unsicherheit im Nahen Osten hat den deutschen Aktienmarkt am Dienstag deutlich unter Druck gesetzt. Der Dax schloss mit einem Minus von 3,4 Prozent und fiel damit spürbar zurück. Vor allem die im Zuge des Iran-Konflikts steigenden Energiepreise schüren Inflations- und Zinsängste, die auf Aktien- und Immobilienwerte drücken.
Dax rutscht deutlich ab
Die Sorge um die Lage im Nahen Osten und die daraus resultierenden Folgen hat den Dax am Dienstag abstürzen lassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 23.791 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 3,4 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.
Anleger schauen mit besonders sorgenvollem Blick auf die im Zuge des Iran-Konflikts steigenden Energiepreise. Denn diese könnten zu einer wieder kräftig anziehenden Inflation führen – mit den typischerweise folgenden Zinserhöhungen durch die EZB und andere Notenbanken. Hohe Zinsen wiederum gelten als Gift für den Aktien- und Immobilienmarkt.
Öl- und Gaspreise ziehen kräftig an
Der Ölpreis legte am Dienstag deutlich zu: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Nachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 83,61 US-Dollar, das waren 7,6 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Auch der Gasmarkt zeigte starke Ausschläge. Gas zur Lieferung im April verteuerte sich am Dienstag in der Spitze auf bis zu 65 Euro pro Megawattstunde. Bis zum Nachmittag fiel der Preis wieder auf etwa 54 Euro, was aber immer noch ein Plus von über 20 Prozent gegenüber dem Vortag bedeutete. Ein solcher Großhandelspreis impliziert einen Gas-Verbraucherpreis von mindestens rund 11 bis 13 Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft auf diesem Niveau bleiben.
Verlierer im Leitindex und schwächerer Euro
Im Dax konnten sich einzig Anteilsscheine der Deutschen Börse selbst am Dienstag dem Abwärtssog entziehen, alle anderen Titel verloren mehr oder weniger kräftig. Bei Beiersdorf kam eine schlechte Prognose hinzu, wonach der Konsumgüterkonzern im laufenden Jahr allenfalls noch mit einem geringen Wachstum rechnet. Bis kurz vor Handelsschluss gab das Papier rund 20 Prozent nach.
Auch am Devisenmarkt zeigte sich die Verunsicherung. Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1589 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8629 Euro zu haben.
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