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Startseite AktuellMösers Meinung – zum Thema „Plan B“
AktuellArchivMeinung & KolumneMösers Meinung

Mösers Meinung – zum Thema „Plan B“

von Justus Möser 8. Januar 2016
von Justus Möser 8. Januar 2016
Mösers Meinung – zum Thema „Plan B“
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Guten Abend,

haben Sie eigentlich schon mal über einen Plan B für Ihr Leben nachgedacht?
Was ist, wenn die großen Träume und Pläne, die jeder von uns hat, ganz gefährlich in die Hose gehen? Wird es dann nicht Zeit, nach Alternativen zu suchen, neue Wege zu gehen, dem Leben eine neue Richtung zu geben? „Natürlich“, werden Sie jetzt denken. Und Sie werden mir zustimmen, daß ein Leben ohne Plan B einem Tanz auf dem Drahtseil gleicht, ohne Netz und doppelten Boden. Sowas mögen wir Deutschen nicht besonders. Deshalb sind wir im Regelfall für alle unvorhergesehenen Ereignisse bestens gerüstet. Zumindest glauben wir das. Die deutsche Versicherungswirtschaft dankt es uns mit Kugelschreibern und Feuerzeugen, die massenweise und unentgeltlich unters Volk geworfen werden. Man möchte uns dadurch ein sicheres Gefühl geben. Nicht alle sind so fürsorglich wie die Versicherungswirtschaft.

Justus Möser zu Plan B

Ich habe den Eindruck, daß die Politik es nicht mehr für nötig hält, uns ein sicheres Gefühl zu geben und einen Plan B parat zu haben. Was passiert eigentlich hier in Osnabrück, wenn es kein neues Einkaufscenter am Neumarkt gibt? Was passiert in Deutschland, wenn der Flüchtlingsstrom unvermindert anhält und die Integration der neuen Mitbürger nicht funktioniert? Was passiert in der Welt, wenn immer mehr Staaten zu scheitern drohen und ganze Kontinente mit ihnen in den Abgrund gerissen werden? Es wird soviel geredet, es wird soviel prognostiziert und relativiert, aber es wird wenig getan. Ich glaube, daß viele Politiker vor allem einen guten Eindruck hinterlassen wollen. Da ist es natürlich hinderlich, wenn sie konkrete Entscheidungen treffen müssen, an denen sie und ihr politisches Handeln und Wirken gemessen werden können. Dabei vergessen sie eines: auch Nichthandeln ist Handeln, hat Konsequenzen und ist womöglich wesentlich schlimmer, als eine Entscheidung zu treffen, die sich im Nachhinein als falsch herausstellt.

Ich empfinde es als eine Beleidigung des Volkes, wenn unsere Vertreter das eigene politische Handeln nicht mehr angemessen reflektieren. Berauscht von der Macht, scheinen viele Politiker dem trügerischen Schein zu erliegen, sie wären unfehlbar. Das sind sie nicht, das ist niemand von uns! Es wird den Krisen nur noch hinterher regiert, die aktive Gestaltung unserer Zukunft wird von ein paar unausgeschlafenen Damen und Herren in irgendwelchen Hinterzimmern mal eben so ausgeklüngelt und zurechtgezimmert. Schein ist wichtiger als Sein. Hauptsache, es sieht gut aus und läßt sich in der Öffentlichkeit als Erfolg verkaufen. Ein Plan B wird nicht mehr entwickelt, das Aufzeigen und Diskutieren von Alternativen erscheint lästig und unnötig. Die Politik nimmt das Volk bei vielen Entscheidungen nicht mehr mit. Das Volk scheint nur noch zu stören, es wird nicht mehr ernst genommen.

Ich habe manchmal den Eindruck, daß unsere Politiker zu Verkäufern geworden sind. Sie haben Entscheidungen zu vertreten, hinter denen sie selbst nicht mit vollem Herzen stehen. Ihnen werden, von wem auch immer, ein paar Stichworte an die Hand gegeben, Worthülsen, Mutmach-Parolen, Dummschwätzerei. Ein politischer Diskurs findet in Deutschland nicht mehr statt. Die Meinungsbildung wird den PR-Profis überlassen, den Regierungssprechern, den Werbeagenturen, den Schönrednern. Leider übernehmen viele Journalisten, die sich selbst als vierte Gewalt im Staat bezeichnen, die offiziellen Sprachregelungen der Mächtigen und ihrer Schönredner nur allzu bereitwillig. Sie haben keine Lust und vielleicht auch nicht genügend Courage, um die Dinge zu hinterfragen, um selber zu recherchieren, um den Entwicklungen auf den Grund zu gehen. Und sie sind sofort beleidigt, wenn die Auflagenzahlen in den Keller rauschen und verbitterte Menschenmengen „Lügenpresse“ skandieren. Dabei haben sie sich das selbst zuzuschreiben. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Die aktuellen Entwicklungen sollten allen Beteiligten Anlaß zu großer Sorge geben. In diesem Jahr werden auf uns noch viele Herausforderungen zukommen. Wir schaffen es jetzt schon nicht mehr, offen und zukunftsorientiert über die wirkliche Lage zu sprechen. Stattdessen tummeln wir uns lieber auf unbedeutenden Nebenkriegsschauplätzen, wo uns keine Gefahr droht. Es hat sich ein Duckmäusertum breitgemacht, daß eines demokratischen Landes, von dem eine führende Rolle in Europa erwartet wird, unwürdig ist. Lasst uns bitte wieder mehr miteinander reden, auch wenn die ein oder andere Meinungsäußerung uns nicht gefallen wird. Lasst uns so schnell wie möglich einen Dialog zwischen den gesellschaftlichen Gruppen beginnen. Ergebnisoffen, tolerant, verständnisvoll. Laßt uns Position beziehen, Haltung bewahren, für unsere Überzeugungen einstehen. Das wäre mein Plan B zur Rettung der Demokratie und der demokratischen Kultur. Und zur Rettung der Glaubwürdigkeit von Politik und Politikern. Sonst geht unser Land vor die Hunde. Und wenn das passiert, dann nützt auch der beste Plan B nichts mehr, dann ist es zu spät!

Ich wünsche allen Hasepost-Lesern ein schönes Wochenende im immer noch ziemlich neuen Jahr!

Ihr

Justus Möser

Hier alle bislang erschienenen Kolumnen von Justus Möser.

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Justus Möser

Justus ist unser "ältester Mitarbeiter", seit 1720 wandelt er durch unsere Stadt - wobei er inzwischen eher "geistert". Sein Vertreter in der Gegenwart ist unser Autor Wolfgang Niemeyer, der sich in dieser Kolumne regelmäßig darüber Gedanken macht „was würde Möser dazu meinen“?

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