Bundeskanzler Friedrich Merz bekräftigt die Abschaffung der abschlagsfreien Frühverrentung. Die Reform soll bis Weihnachten im Kabinett beschlossen werden und im Frühjahr 2027 in Kraft treten.
Kanzler begründet Reform als sozial gerecht
"In Wahrheit ist das Ende der abschlagsfreien Frühverrentung ein Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit", sagte Merz am Mittwoch in Berlin bei einer Veranstaltung von "Handelsblatt" und "Wirtschaftswoche".
"Gesund und fit abschlagsfrei früher in Rente gehen" sei weder sozial, noch könnten es sich die Rentenversicherung und die Volkswirtschaft leisten, so der CDU-Politiker.
Zeitplan für Beschluss und Umsetzung
Merz kündigte an, die Reform zeitnah in der Bundesregierung zu beschließen. "Ich bin mir sicher, dass wir sie bis Weihnachten durchs Kabinett haben", betonte er. Er rechnet mit schwierigen Diskussionen im Parlament.
Zu Beginn des neuen Jahres will er die Vorlage in Bundestag und Bundesrat einbringen. Im Frühjahr 2027 soll sie "in trockenen Tüchern" sein.
Koalitionsgespräche und Ziele
Union und SPD berieten am Mittwochabend im Koalitionsausschuss über die Reform. "Das alles sind bedeutende und längst überfällige Schritte", erklärte Merz.
Es würde seiner Ansicht nach bedeuten: "dass wir gewinnen werden: ein mittelfristig höheres Rentenniveau bei sinkenden Beiträgen".