Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat in einem Telefonat mit dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif über Bemühungen um einen Waffenstillstand zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran beraten. Zugleich kündigte Merz an, dass die Bundesregierung die Gespräche mit der iranischen Regierung wieder aufnehmen will, und mahnte ein Ende der israelischen Angriffe auf den Libanon an.
Telefonat mit Pakistan zu Waffenstillstand
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat am Donnerstag mit dem Premierminister der Islamischen Republik Pakistan, Shehbaz Sharif, telefoniert. Das teilte der stellvertretende Sprecher der Bundesregierung, Sebastian Hille, mit.
Der Bundeskanzler dankte demnach dem Premierminister für die Vermittlungsbemühungen zu einem Waffenstillstand zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran. „Beide tauschten sich zur Lage im Nahen Osten aus und waren sich einig, dass ein dauerhaftes Ende des Krieges nur auf diplomatischem Wege erreicht werden kann“, so Hille. „Beide waren sich darüber hinaus einig, die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Pakistan weiter vertiefen zu wollen.“
Wiederaufnahme der Gespräche mit Teheran
Am Nachmittag hatte Merz bereits angekündigt, dass Kontakt zur iranischen Regierung wieder aufgenommen werden soll. „Nach langem Schweigen, für das es auf unserer Seite schwerwiegende Gründe gab, nehmen wir als Bundesregierung jetzt auch die Gespräche mit Teheran wieder auf“, sagte er in einem Statement. „Unser Ziel ist, auf diesem Weg auch einen eigenen Beitrag zum Erfolg der anstehenden Verhandlungen zu leisten.“
Appell an Israel wegen Angriffen auf den Libanon
Zuvor hatte Merz Israel dazu aufgerufen, die Angriffe auf den Libanon einzustellen. „Die Lage im Süden des Libanon, die Härte mit der Israel dort Krieg führt, könnte den Friedensprozess als Ganzes zum Scheitern bringen und das darf nicht geschehen“, erklärte er. „Deswegen habe ich gestern auch mit weiteren Staats- und Regierungschefs die israelische Regierung gebeten, ihre nochmals verschärften Angriffe zu beenden.“
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