Der CDU-Außenpolitiker Peter Beyer erwartet nach dem Angriff auf den Iran eine deutlich veränderte Tagesordnung für den anstehenden Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Washington. Statt bislang geplanter Gespräche über die Ukraine und transatlantische Handelsfragen dürften nun der Krieg gegen den Iran und dessen Folgen im Mittelpunkt stehen.
Merz-Besuch in Washington rückt Iran-Krieg in den Fokus
Der CDU-Außenpolitiker Peter Beyer rechnet infolge des Angriffs auf den Iran mit einer veränderten Tagesordnung beim Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Washington. "Ursprünglich war schwerpunktmäßig gedacht, im Wesentlichen über die Ukraine und über die transatlantischen Zollstreitigkeiten zu sprechen. Diese Agenda wird sich jetzt geändert haben", sagte Beyer den Sendern RTL und ntv.
Dominieren würden nun der Krieg und dessen Folgen. "Es wird im Wesentlichen um den Iran gehen und sicherlich auch um die gemeinsame Erklärung der Europäer. Was heißt das eigentlich, was steht da drin? Welche Erwartungen bestehen an Deutschland und Europa?", so Beyer gegenüber RTL und ntv.
Schärfere Töne aus Europa
Nach der jüngsten Zusage der E3-Staaten Deutschland, Großbritannien und Frankreich, gegen den Iran im Notfall "militärische Defensivmaßnahmen" zu ergreifen, zeigte sich der CDU-Außenpolitiker beeindruckt von dem Dokument. "Die Sprache lässt aufhorchen, das ist ungewöhnlich, gerade für Europäer", sagte Beyer den Sendern RTL und ntv. Die genaue Bedeutung werde sich nach seiner Einschätzung in den nächsten Tagen erweisen: "Von daher müssen wir jetzt mal schauen, was der Bundeskanzler mit Donald Trump, dem US-Präsidenten, bespricht, vielleicht auch anbietet, wie weit das gehen kann."
Keine deutschen Bodentruppen erwartet
Mit einer militärischen Beteiligung Deutschlands an der Operation gegen den Iran rechnet Beyer nicht. "Ich kann mir das (…) nicht vorstellen, dass wir `boots on the ground` haben, dass wir aktiv in die Kampfhandlungen eingreifen", sagte er RTL und ntv. Vorstellbar seien aus seiner Sicht aber logistische Unterstützungsleistungen oder Hilfen im Sanitätsbereich.
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