Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat am Dienstag rund 140 Karnevalisten aus allen Bundesländern im Kanzleramt empfangen und ihnen die Verbundenheit mit dem närrischen Brauchtum versichert. Mit launigen Verweisen auf seine persönlichen Karnevalsbezüge und seinen besonderen Geburtstag sorgte er für Heiterkeit unter den Gästen. Zugleich kündigte er an, ein Stück der karnevalistischen Fröhlichkeit mit in die anstehenden Regierungstermine nehmen zu wollen.
Empfang von Narren im Kanzleramt
Friedrich Merz
Der Kanzler schilderte zudem, wie sein Geburtsdatum ihm im vergangenen Jahrhundert mehrfach besondere Jubiläen beschert habe. Er habe dreimal Gelegenheit gehabt, „mit richtig schönen Schnapszahlen Geburtstag zu feiern“. Am 11.11.77 wurde er 22, am 11.11.88 dann 33 Jahre alt, und am 11.11.99 wurde er 44, so der Kanzler. Daran anschließend wandte er sich direkt an seine Gäste: „Kann das einer von Ihnen toppen? – Na, sehen Sie!“ Dann habe ihm jedoch der Übergang ins neue Jahrhundert einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Denn seitdem ist es mit den Schnapszahlen vorbei.“
Karneval, Schützenfest und Politikalltag
Merz betonte seine regionale Verwurzelung und die damit verbundene Nähe zu karnevalistischen Traditionen. Da er aus dem kurkölnischen Sauerland komme, habe er das Privileg, beides zu haben, Karneval und Schützenfeste. „Das haben die meisten von Ihnen nicht. Insofern sind Sie hier heute genau am richtigen Ort“, so der Kanzler zu den Karnevalisten.
Im weiteren Verlauf des Empfangs verwies Merz auf seinen eng getakteten politischen Terminplan. Er werde noch im Laufe des Tages Teile des Bundeskabinetts sehen, und „ein bisschen von der Fröhlichkeit mit in die Sitzung nehmen, die Sie heute in das Kanzleramt bringen – ich versuche es jedenfalls“. Zugleich blickte er auf einen bereits feststehenden Termin an Weiberfastnacht voraus: Er werde an diesem Tag in der Nähe von Brüssel einen ganzen Tag in Klausur gehen und über die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie reden. Das sei nicht seine Terminidee gewesen. „Ich wäre an dem Tag eigentlich ganz gerne auch karnevalsmäßig ein bisschen unterwegs gewesen. Der einzige Vorteil, der sich unmittelbar für mich ergibt: Ich rette meine Krawatte.“
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