Das Wasserwerk der Stadt Melle kann am Beutling in Wellingholzhausen künftig zusätzlich 1,5 Millionen Liter Trinkwasser speichern. Bürgermeisterin Jutta Dettmann hat den erweiterten Hochbehälter nach einer Bauzeit von zwei Jahren und zwei Monaten offiziell eingeweiht.
Die Erweiterung kostete nach Angaben der Stadt mehr als drei Millionen Euro. Der bestehende Hochbehälter erhielt zwei zusätzliche Kammern mit insgesamt 1.500 Kubikmetern Fassungsvermögen. Der Vorsitzende des Betriebsausschusses, Jan Lütkemeyer, bezeichnete das Vorhaben als größte Investition in der Geschichte des städtischen Wasserwerks.
Melle investiert in langfristige Trinkwasserversorgung
Mit dem zusätzlichen Speicher will die Stadt die Wasserversorgung auch bei steigender Nachfrage und veränderten klimatischen Bedingungen absichern. Die Maßnahme geht auf das Wasserversorgungskonzept 2050 zurück. Dessen Fortschreibung hatte der Betriebsausschuss 2022 als Grundlage für die technische Entwicklung des Wasserwerks beschlossen.
Dettmann verwies bei der Einweihung auf die Bedeutung der kommunalen Versorgung. Es gehe darum, „Nicht nur heute ausreichend Trinkwasser bereitzustellen, sondern diese Versorgung auch für die kommenden Jahrzehnte sicherzustellen.“ Der Betriebsleiter des Wasserwerks, Stadtrat Lutz Birkemeyer, erklärte: „Anspruch der Stadt Melle ist es, die heimische Bevölkerung zu jedem Zeitpunkt ausreichend mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser zu versorgen“.
Belasteter Boden erschwerte die Bauarbeiten am Beutling
Für die Erweiterung wurden nach Angaben des Wasserwerks rund 3.800 Kubikmeter Boden bewegt und 390 Kubikmeter Beton verbaut. Das entspricht etwa 380 Lkw-Ladungen Erdreich und rund 50 Betonmischer-Ladungen. Die Stadt nennt ungünstiges Wetter zu Beginn des Jahres 2026 und bei den Erdarbeiten gefundenen belasteten Boden als Schwierigkeiten während der Bauphase. Wie stark sich dadurch der Zeitplan veränderte, geht aus ihren Angaben nicht hervor.
Den Bau übernahm die Firma Leymann, den Anlagenbau die Firma RAG und die elektrotechnischen Arbeiten die Firma Röwer. Birkemeyer hob hervor, dass das Projekt ohne nennenswerte Arbeitsunfälle umgesetzt worden sei. Nach der Einweihung besichtigten die geladenen Gäste den Hochbehälter unter Leitung des technischen Wasserwerksleiters Andreas Stolte.