Der ehemalige venezolanische Präsident Nicolás Maduro ist am Donnerstag vor einem Bundesgericht
Die Staatsanwaltschaft widersprach und betonte, dass die Angeklagten nur Zugang zu rechtmäßigem Eigentum hätten. Richter Alvin Hellerstein, der den Fall verhandelt, lehnte es ab, das Verfahren einzustellen, wie NBC News berichtet. Eine Entscheidung über die Nutzung der venezolanischen Gelder steht noch aus. Vor dem Gericht in Manhattan kam es zu Demonstrationen von Maduro-Anhängern und Gegnern. Die Sicherheitsvorkehrungen waren entsprechend hoch. Maduro und seine Frau wurden in beigen Gefängnisoutfits und mit Kopfhörern für die Übersetzung der Verhandlung ins Spanische gesehen. Wie der Guardian berichtet, sind die Haftbedingungen in dem New Yorker Gefängnis, in dem Maduro festgehalten wird, schlecht.
Delcy Rodríguez löscht Maduros Spuren aus
In Venezuela wird unterdessen Maduros politisches Erbe von seiner Nachfolgerin Delcy Rodríguez schnell ausradiert. Rodríguez hat seit ihrem Amtsantritt fast die Hälfte von Maduros Kabinettsmitgliedern ersetzt und betont die wirtschaftliche Erholung des Landes. Die Festnahme Maduros durch US-Kräfte im Januar hatte in Lateinamerika für Aufsehen gesorgt. Viele Länder verurteilten die Aktion als Verletzung der Souveränität Venezuelas. Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel bezeichnete den Einsatz als ‚kriminellen Angriff der USA gegen Venezuela‘. Auch in Kolumbien und Mexiko wurde die Aktion scharf kritisiert. Die Anklage gegen Maduro wirft ihm vor, über Jahrzehnte hinweg mit Drogenhändlern zusammengearbeitet zu haben, um große Mengen Kokain in die USA zu schmuggeln.
US-Angriffe auf Drogenboote als Kriegsverbrechen
Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hatte in den Monaten vor Maduros Festnahme mehrfach Druck auf den venezolanischen Präsidenten ausgeübt, unter anderem durch Angriffe auf mutmaßliche Drogenboote. Diese Angriffe hatten zu mehr als 100 Toten geführt und werden von einigen Rechtsexperten als mögliche Kriegsverbrechen eingestuft. Maduros Sohn Nicolás Maduro Guerra versuchte unterdessen, eine positive Stimmung zu verbreiten. Er sagte staatlichen Medien, sein Vater sei ‚wirklich gut drauf‘ und in ‚athletischer‘ Verfassung. Die Verhandlung gegen Maduro und seine Frau wird voraussichtlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Richter Hellerstein, der für seine gründliche und methodische Arbeitsweise bekannt ist, wird den Fall weiter verhandeln. Der 92-jährige Richter, der seit 1998 auf der Bank sitzt, gilt als einer der erfahrensten Juristen des Landes.
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