Die Spitzenkandidatin der Berliner Linken zur Abgeordnetenhauswahl, Elif Eralp, fordert angesichts steigender Spritkosten gezielte Entlastungen für Berlinerinnen und Berliner. Statt pauschaler Maßnahmen wie einem Tankpreisdeckel setzt sie auf einen befristeten Kraftstoffzuschuss für Unternehmen und ein günstigeres Deutschlandticket.
Eralp fordert Sprit-Zuschuss und günstigeres Deutschlandticket
Die Spitzenkandidatin der Berliner Linken zur Abgeordnetenhauswahl, Elif Eralp
Kritik an Wegner: „Forderungen, die gut klingen“
Die Linke-Politikerin kritisierte auch Regierenden Bürgermeister und CDU-Landeschef Kai Wegner
Die Berliner Linke-Spitzenfrau Eralp fordert dagegen eine gezielte Entlastung statt Gießkanne: „Berlin muss denen helfen, die es brauchen“, sagte sie dem Tagesspiegel. „Dass der Regierende Bürgermeister jetzt einen Tankpreisdeckel fordert, ist bequem. Es kostet Berlin nichts, wird am Ende nicht kommen und hilft nicht denen, die es am dringendsten brauchen“, erklärte Eralp dem Tagesspiegel.
Gezielte Unterstützung für Betriebe und Pendler
Viele Menschen kämen mit Bus und Bahn, „andere haben schlicht keine Wahl: Handwerksbetriebe, Pflegekräfte und Lieferdienste sind auf ihr Fahrzeug angewiesen wie andere auf den Aufzug“, sagte Eralp dem Tagesspiegel. „Sie brauchen gezielte Unterstützung – etwa einen befristeten Kraftstoffzuschuss für gewerblich genutzte Fahrzeuge kleiner und mittlerer Betriebe.“ Das könne nach ihren Worten unbürokratisch über die Steuererklärung oder die Handwerkskammer abgewickelt werden.
Daneben setzt Eralp auf eine Senkung der Ticketpreise im öffentlichen Nahverkehr. „Für die Mehrheit braucht es ein günstigeres Deutschlandticket. 63 Euro im Monat sind für viele Berliner schlicht zu viel“, sagte sie dem Tagesspiegel. „Das Neun-Euro-Ticket hat 2022 bewiesen, dass niedrigere Preise Menschen in die Bahn bringen.“ Eralp forderte, dass Berlin beim Deutschlandticket vorangehen und gemeinsam mit Metropolregionen wie München und Frankfurt am Main auf höchstens 49 Euro im Monat drängen müsse. „Bei einer bis eineinhalb Millionen Nutzern wären das 14 bis 21 Millionen Euro monatlich – unter 0,1 Prozent des Berliner Haushalts von rund 45 Milliarden Euro“, sagte die Linke-Politikerin dem Tagesspiegel. „Das ist machbar. Und es ist längst überfällig.“