Der neue Linken-Chef Luigi Pantisano hat sich für seinen Vergleich von CDU und AfD sowie seine Faschismus-Vorwürfe gegenüber den Christdemokraten entschuldigt. Zugleich bekräftigte er seine grundsätzliche Kritik am Kurs der Union und warnte vor einem möglichen weiteren politischen Zusammenrücken von CDU und AfD. Seine Aussagen hatten bereits beim Linken-Bundesparteitag am Wochenende für Aufregung gesorgt, bei dem er nur 53 Prozent der Stimmen erhielt.
Entschuldigung für Vergleich von CDU und AfD
Der neue Linken-Chef Luigi Pantisano erklärte am Montag, er bedauere seinen zuvor geäußerten Vergleich von CDU und AfD. Wörtlich sagte er: „Meine Aussage, es gebe derzeit keinen Unterschied zwischen der Politik der CDU und der AfD, war verkürzt und in dieser Form falsch.“ Weiter fügte er hinzu: „Dafür bitte ich um Entschuldigung, insbesondere bei denjenigen in der CDU, die immer wieder die Notwendigkeit einer klaren Brandmauer zur AfD betonen.“ Die Unterscheidung zwischen politischen Gegnern innerhalb des demokratischen Spektrums und denen, die die Demokratie abschaffen wollen, dürfe man nicht verwischen.
Kritik am Kurs der Union bleibt bestehen
Trotz seiner Entschuldigung hielt Pantisano an seiner inhaltlichen Kritik an der Union fest. „Meine grundlegende Kritik am Rechtskurs der Union, der aus meiner Sicht auf dem Rücken vieler Menschen im Land ausgetragen wird, bleibt davon unberührt“, sagte er. Zudem betonte er: „Ebenso bleibt meine Sorge über ein mögliches weiteres politisches Zusammenrücken von CDU und AfD bestehen. Diese Entwicklung bereitet mir große Sorgen.“
Reaktionen auf dem Linken-Bundesparteitag
Pantisanos Äußerungen hatten bereits beim Linken-Bundesparteitag am Wochenende für Aufregung gesorgt. Er wurde letztendlich nur mit einem Ergebnis von 53 Prozent zum neuen Parteichef gewählt. Ob seine umstrittenen Aussagen dabei eine große Rolle gespielt haben, ist unklar.
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