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Startseite Deutschland & die WeltLinke warnt: Sozialreform treibt Millionen zusätzlich in Grundsicherung
Deutschland & die Welt

Linke warnt: Sozialreform treibt Millionen zusätzlich in Grundsicherung

von Hasepost Redaktion 27. Januar 2026
von Hasepost Redaktion 27. Januar 2026
Jobcenter (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
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Die Empfehlungen der Kommission zur Reform des Sozialstaats stoßen auf gegensätzliche Reaktionen: Linken-Chefin Ines Schwerdtner sieht darin einen neuen „Angriff auf den Sozialstaat“, während Grünen-Chef Felix Banaszak die Pläne ausdrücklich unterstützt. Streitpunkt ist vor allem die geplante Zusammenführung verschiedener Sozialleistungen und deren Folgen für Millionen Betroffene.

Linke warnt vor „massiver Ausweitung sozialer Abwertung“

Linken-Chefin Ines Schwerdtner hat die Empfehlungen der Kommission zur Sozialstaatsreform als weiteren „Angriff auf den Sozialstaat“ bezeichnet. Der „Rheinischen Post“ sagte Schwerdtner: „Bärbel Bas trifft mit diesem Vorhaben mehr Menschen als Hartz IV je erreicht hat. Es droht eine massive Ausweitung sozialer Abwertung.“

Kritik übt die Linke vor allem daran, dass Leistungen wie Kinderzuschlag und Wohngeld in einem einzigen Sozialleistungssystem zusammengeführt werden sollen. „Hunderttausende Haushalte mit Kinderzuschlag – fast 600.000 Familien mit über 1,5 Millionen Kindern – sowie mehr als eine Million Wohngeld-Haushalte sollen künftig in Jobcenter oder Sozialämter gedrängt werden. Damit geraten über zwei Millionen Menschen zusätzlich in die Grundsicherung“, kritisierte Schwerdtner.

„Diese Reform bedeutet für viele Menschen in unserem Land eine spürbare Verschlechterung.“ Die Linken-Chefin sagte, sie erlebe immer wieder, „wie groß die Scham vieler ist, wenn sie gezwungen sind, zum Amt zu gehen. Diese Reform treibt Millionen Menschen genau in diese Situation – und damit in eine weitere Demütigung.“

Grüne sehen „Update“ für den Sozialstaat

Grünen-Chef Felix Banaszak begrüßte dagegen die Vorschläge der Sozialstaatskommission zur Reform der Sozialleistungen und sicherte der Koalition Gesprächsbereitschaft über eine mögliche Grundgesetzänderung zu. „Unser Sozialstaat braucht dringend ein Update. Viele Strukturen sind ineffizient und fressen Zeit und Geld, das nicht bei denen ankommt, die es brauchen, sondern in der Verwaltung versickert“, sagte Banaszak der „Rheinischen Post“ (Mittwoch).

„Die Empfehlungen der Kommission zur Reform des Sozialstaats haben die richtige Stoßrichtung“, so der Grünen-Vorsitzende. „Viele Anliegen für ein modernes und bürgerfreundliches System, die wir Grüne seit langem vertreten haben – etwa die Zusammenführung von Bürgergeld, Kinderzuschlag und Wohngeld, die Reduktion bürokratischer Hürden und eine konsequente Digitalisierung der Verwaltung – finden sich in den Vorschlägen wieder“, erklärte er.

„Jetzt ist wichtig, dass die Vorschläge nicht in der Schublade landen. Ich kann nur hoffen, dass die Bundesregierung die Kraft dazu findet, diese dicken Bretter zu bohren. Unser Sozialstaat muss für die Menschen einfacher, schneller und verständlicher werden, ohne bei sozialer Sicherheit Abstriche zu machen“, sagte er. „Wir gehen davon aus, dass für die Reform und Neuordnung der Strukturen auch Änderungen des Grundgesetzes notwendig sein werden. Dafür stehen wir zu Gesprächen natürlich bereit und werden uns konstruktiv in die Beratungen einbringen.“

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Hasepost Redaktion

Die HASEPOST-Redaktion liefert täglich aktuelle Nachrichten für Osnabrück und die Region. Dieser Artikel basiert auf Basismaterial der dts Nachrichtenagentur, das – sofern gekennzeichnet – durch KI bearbeitet wurde. Der Artikel wurde von unserer Redaktion geprüft, inhaltlich bearbeitet und gegebenenfalls um lokale Aspekte oder weiterführende Informationen aus anderen Quellen ergänzt.

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