Linksfraktionschef Sören Pellmann spricht sich gegen eine deutsche Beteiligung an einer militärischen Absicherung der Straße von Hormus aus. Stattdessen fordert er mehr diplomatische Initiativen und kritisiert eine aus seiner Sicht zu starke Orientierung an militärischer Logik.
Pellmann warnt vor militärischer Beteiligung an Straße von Hormus
Linksfraktionschef Sören Pellmann lehnt eine deutsche Beteiligung bei der Absicherung der Straße von Hormus ab. „Ich halte insbesondere mit Blick auf die deutsche Bundesregierung ein bisschen mehr Zurückhaltung, was insbesondere das Agieren auch mit militärischer Logik betrifft, für angemessen“, sagte Pellmann den Sendern RTL und ntv.
„Von daher kann ich der Bundesregierung nur raten, sich deutlich zurückzuhalten, mehr auf Diplomatie und weniger auf Kräftemessen jetzt zu setzen“, so der Linken-Politiker weiter. Eine Beteiligung sei kein guter Weg und trage nicht zur Deeskalation, sondern zur Eskalation bei. „Deswegen sollte sich Deutschland insbesondere an einer militärischen Sicherung der Straße von Hormus nicht beteiligen“, so Pellmann gegenüber RTL und ntv.
Forderung nach Schließung von US-Airbases in Deutschland
Darüber hinaus fordert Pellmann die Schließung von US-Airbases in Deutschland. „Ob die US-amerikanischen Airbases in Deutschland unserer Sicherheit dienen, da wage ich zumindest mal ein großes Fragezeichen zu setzen“, sagte er den Sendern RTL und ntv. Besonders bei den Ostermärschen habe nach seinen Worten eine große Bewegung gezeigt, dass es für Frieden in Europa keine US-Luftstützpunkte brauche.
Plädoyer für europäisches Friedensbündnis
Dass Russlands Präsident Putin eine solche Entwicklung sogar freuen könnte, sieht Pellmann nicht. „Es ist ja eine Mär, dass man immer wieder sagt, der Russe steht kurz vor der Übernahme Europas. Von daher, glaube ich, sind wir gut beraten, dass wir mit unseren europäischen Partnern über ein Friedensbündnis reden, über mehr Abrüstung, über eine gemeinsame Sicherheitsarchitektur. Und da braucht man gegebenenfalls Donald Trump auch gar nicht“, so Pellmann in den Interviews mit RTL und ntv.
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