Die Linke im Bundestag fordert das Ende des Sponsoring-Engagements des Rüstungskonzerns Rheinmetall beim Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund. Der sportpolitische Sprecher der Partei, André Hahn, hat diesbezüglich ausdrücklich eine staatliche Regulierung nach dem Vorbild der Tabakwerbung gefordert.
Rüstungskonzern als Sponsor unvereinbar mit Sportwerten
André Hahn, der sportpolitische Sprecher der Linken im Bundestag, hat nach Bekanntgabe der Sponsoring-Partnerschaft von Rheinmetall und Borussia Dortmund scharfe Kritik geäußert. An die Funke-Mediengruppe berichtete er: “Ich halte es für schlicht undenkbar, dass ein Champions-League-Finalist künftig mit Werbung für einen Rüstungskonzern in den Stadien aufläuft”. Hahn betonte zudem, dass Werbung, die den Sportwerten widerspricht, ganz besonders problematisch sei.
Ruf nach politischer Regulierung
Hahn appellierte an die Politik, in solchen Fällen einzugreifen. Er zählte Alkohol- und Tabakwerbung, Werbung für Glücksspiele und Sportwetten sowie für das Militär und die Rüstungsindustrie zu den Kritikpunkten. “Und da Rheinmetall seinen Profit vor allem aus öffentlichen Aufträgen zieht, muss hier besonders genau hingeschaut werden. Ich sehe durchaus die Politik in der Pflicht, die ja die Werbung für Tabak bereits untersagt hat.”, so Hahn.
Verantwortung der Sportvereine
Abseits der politischen Ebene sieht Hahn auch die Vereine in einer Verantwortungsrolle. Die Partnerschaft von Rheinmetall und Borussia Dortmund markiert das erste Mal, dass ein Rüstungskonzern einen Fußball-Bundesligisten sponsert.
Kritik an wirtschaftlichen Sponsoren im Sport
Hahn betonte dennoch den Stellenwert von Sponsoring im Sport: “Ohne Sponsoringleistungen aus der Wirtschaft wäre vieles im Sport nicht möglich.” Er äußerte jedoch Bedenken hinsichtlich der wachsenden Abhängigkeit verschiedener Sportbereiche vom Sponsoring. “Dazu gehören die zunehmende Abhängigkeit des Schul-, Breiten- und Gesundheitssports vom Sponsoring. Da der Bereich Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge ist, darf sich der Staat hier nicht immer weiter aus der Verantwortung herausziehen”, betonte Hahn.
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