Der Landkreis Osnabrück ist für die Bewirtschaftung, Verwaltung, Instandhaltung und Verkehrssicherheit von rund 640 Kilometern Kreisstraßen verantwortlich – und entwickelt seinen Winterdienst gezielt weiter. Jetzt hat der Landkreis den Fördermittelbescheid für die laufende Machbarkeitsstudie zum smarten Winterdienst erhalten und setzt damit einen weiteren Impuls für eine moderne, bedarfsgerechte Infrastruktur.
Winterdienst effizienter und ressourcenschonender gestalten
Die Zuständigkeit für das Kreisstraßennetz liegt beim Fachdienst Straßen. Gerade in den Wintermonaten steht der Winterdienst angesichts zunehmend wechselhafter Witterungsbedingungen vor der besonderen Herausforderung, die Verkehrssicherheit auf den Kreisstraßen zuverlässig sicherzustellen. Ziel ist es daher, die Einsätze künftig noch präziser, effizienter und ressourcenschonender zu planen.
Im Rahmen der Machbarkeitsstudie prüft der Landkreis, inwieweit Infrarot-Oberflächentemperatursensoren dazu beitragen können, winterliche Glätte frühzeitig und punktgenau zu erkennen. Auf dieser Grundlage sollen Maßnahmen zur Schnee- und Glättebeseitigung bedarfsgerecht gesteuert, Einsatzzeiten optimiert und Ressourcen wirtschaftlich eingesetzt werden. Zugleich soll die Sicherheit für Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer weiter erhöht werden.
Förderung aus „Zukunftsregionen in Niedersachsen“
Die Förderung in Höhe von 13.119,43 Euro entspricht einer Förderquote von 40 Prozent. Die Mittel stammen aus dem Programm „Zukunftsregionen in Niedersachsen“, konkret aus dem regionalen Budget der Zukunftsregion StadtLandZukunft Osnabrück, und werden aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert.
„Mit der Förderung können wir unseren Winterdienst datenbasiert weiterentwickeln und noch bedarfsgerechter steuern“, betonte die Erste Kreisrätin Bärbel Rosensträter. „Das erhöht die Sicherheit auf unseren Kreisstraßen und sorgt zugleich für einen wirtschaftlichen Einsatz personeller und materieller Ressourcen.“
Auch der Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Weser-Ems Nikolaus Jansen hob die Bedeutung des Projekts hervor: „Der smarte Winterdienst zeigt beispielhaft, wie digitale Lösungen die kommunale Infrastruktur stärken. Europäische Fördermittel werden hier gezielt eingesetzt, um Innovation und Nachhaltigkeit in der Region voranzubringen.“ Die im Rahmen der Machbarkeitsstudie gewonnenen Daten wertet der Landkreis nun aus. Auf dieser Basis sollen konkrete Handlungsempfehlungen für eine zukunftsfähige Ausrichtung des Winterdienstes im Landkreis Osnabrück entwickelt werden
Bildunterschrift zum Titelbild: Freuen sich über den Förderbescheid aus dem Programm „Zukunftsregionen in Niedersachsen“ (von links): Ingo Lemme (Geschäftsführer onnecto GmbH), Erste Kreisrätin Bärbel Rosensträter, Nikolaus Jansen (Landesbeauftragter für regionale Landesentwicklung WeserEms), Michael Fedler und Jürgen Schwietert (beide Landkreis Osnabrück).
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