Ein Atommüllendlager im Landkreis Osnabrück wird unwahrscheinlicher. Die Bundesgesellschaft für Endlager (BGE) hat in ihrem neuen Arbeitsstand weitere Gebiete im Landkreis als ungeeignet oder gering geeignet eingestuft. Ganz vom Tisch ist das Thema aber nicht.
Nach Angaben des Landkreises Osnabrück ist durch den neuen Arbeitsstand der BGE die Wahrscheinlichkeit kleiner geworden, dass der Landkreis Standortregion für ein Atommüllendlager wird. Der direkte Vergleich der Arbeitsstände 2025 und 2026 zeigt laut Landkreis, dass viele Bereiche, die im vergangenen Jahr noch nicht geprüft waren, nun als ungeeignet oder gering geeignet gelten. Sie fallen in die Kategorien D und C.
Landrätin Kebschull begrüßt den neuen Arbeitsstand
Landrätin Anna Kebschull bewertet den Schritt positiv. „Es ist ein gutes Zeichen, dass die Suche nach einem geeigneten Atommüllendlager rein wissenschaftlich durchgeführt wird. Zugleich freue ich mich darüber, dass große Bereiche des Landkreises Osnabrück keine potenzielle Standortregion sind“, sagt Kebschull.
Band zwischen Wittlage und Fürstenau bleibt in Prüfung
Ein Band zwischen Wittlage und der Samtgemeinde Fürstenau ist laut BGE noch in Bearbeitung. Deshalb will der Landkreis Osnabrück den Prozess weiter aufmerksam verfolgen.
Bereits in der Vergangenheit hatte der Landkreis gemeinsam mit der Stadt Osnabrück über den Stand der Endlagersuche informiert und sich zu den weiteren Abläufen fachkundig beraten lassen. Das Land Niedersachsen hat dies gefördert. Die HASEPOST hatte bereits über den bundesweiten Stand berichtet: Gebiete für mögliches Atommüll-Endlager deutlich eingegrenzt.
Ergebnisse im Endlagersuche-Navigator einsehen
Wer sich ein genaueres Bild von den Ergebnissen machen möchte, kann dafür den Endlagersuche-Navigator der BGE nutzen.