HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Osnabrück
  • Region Osnabrück
  • Deutschland & die Welt
  • Kultur
  • Sport
  • Meinung & Kolumne
.
Warum einige Osnabrücker Kultureinrichtungen am 25. Februar geänderte...
Gewaltprävention und Demokratie: Neues Projekt des Zonta-Clubs Westfälischer...
Drei Osnabrücker Schulen gehen neue Wege bei der...
Mösers Meinung: Über den Niedergang der Osnabrücker Innenstadt
Ausrufezeichen im Aufstiegskampf: VfL Osnabrück schlägt RW Essen...
Klara Harhues präsentiert ihre Kunstwerke in Wallenhorst
Wie man sich in Osnabrück ab sofort über...
Wege in Ausbildung, Studium und Beruf: 4. beruf...
Der TV Bissendorf-Holte reist zum ASV Hamm-Westfalen
Unfall beim Ausweichen für Rettungswagen am Johannistorwall in...
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • ✨ KI-Selbstverpflichtung
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Osnabrück
  • Region Osnabrück
  • Deutschland & die Welt
  • Kultur
  • Sport
  • Meinung & Kolumne
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Osnabrück
  • Region Osnabrück
  • Deutschland & die Welt
  • Kultur
  • Sport
  • Meinung & Kolumne

© (1996) 2014 – 2026 osna.com GmbH
Impressum & Datenschutzerklärung.

Startseite AktuellKriminalität geht zurück – doch Anzahl der Anklagen steigt
AktuellOsnabrück

Kriminalität geht zurück – doch Anzahl der Anklagen steigt

von Sophie Scherler 14. März 2019
von Sophie Scherler 14. März 2019
10

Das Amtsgericht Osnabrück stellte am 14. März seine Entwicklung aus den Jahren 2017/2018 vor. Die eingegangene Anklagen in Strafsachen sind sowohl bei Erwachsenen, als auch bei Jugendlichen trotz sinkender Kriminalität leicht angestiegen. Positiv zu vermerken ist, dass das Amtsgericht fast alle Verfahren deutlich schneller erledigt, als es im Landesdurchschnitt üblich ist. Außerdem hat sich der Justizservice, der 2014 an den Start ging, als Erfolgsmodell erwiesen. Vor Herausforderungen stellt das Gericht besonders der Bereich der Digitalisierung.

Das Amtsgericht Osnabrück ist das zweitgrößte Amtsgericht in Niedersachsen und verhandelt in Fällen der so genannten Zivil- und Strafjustiz. Das beinhaltet unter anderem Familiensachen (wie Scheidungen, Unterhalt und Sorgfaltspflicht), Grundbuchverfahren, Nachlassverfahren, aber auch Registerangelegenheiten und Zivilprozesssachen. Letzte werden bei einem Wert bis zu 5.000€ verhandelt und sind wie im landesweiten Trend seit einigen Jahren rückläufig. 3.380 Verfahren gingen 2018 im Amtsgericht ein, 2010 waren es noch 4.620. Die durchschnittliche Dauer der Verfahren sank am Amtsgericht auf 4,3 Monate, der Landesdurchschnitt liegt bei immerhin fünf Monaten.

Rückgang an Kriminalität und doch mehr Strafverfahren

Interessant ist folgender Aspekt: Obwohl die Kriminalität in den letzten Jahren rückläufig ist, ist die Anzahl der eingehenden Strafsachen im Amtsgericht leicht gestiegen. Wurden 2015 noch 1.852 Anklagen gegen Erwachsene eingereicht, waren es 2018 bereits 2.287. Auch die Zahl der Anklagen gegen Heranwachsende und Jugendliche hat sich leicht erhöht. „Wir wissen nicht ganz genau woran das liegt“, sagt Axel Eichmeyer, Vizepräsident des Amtsgerichts. „Vielleicht hat sich die Einstellung der Öffentlichkeit verändert. Sie wünscht eine stringente Strafverfolgung und das führt zu einer härteren Anklagepraxis.“ Konkret heißt das: Wurden Jugendliche vor einigen Jahren vielleicht noch mit einer Ermahnung nach Hause geschickt, gehen die Straftaten heute eher vor Gericht. Was aber nicht unbedingt heißen muss, dass mehr Menschen verurteilt werden. Auch vor dem Amtsgericht können die Verfahren mit Ermahnungen eingestellt werden. Erfreulich ist, dass sich auch hier die Bearbeitungsdauer weiter verringert hat. Durchschnittlich 3,3 Monate (Landesdurchschnitt 4,3 Monate) betrug sie 2018.

Mehr Betreuungsverfahren

In vielen Zuständigkeitsbereichen des Osnabrücker Amtsgericht sind die Zahlen aber gleichbleibend. Sowohl was Insolvenz- und Vollstreckungsverfahren angeht, als auch Grundbuchverfahren oder Registerverfahren. Eine deutliche Veränderung gab es jedoch bei den Betreuungsverfahren. Darunter versteht man die Übertragung von Vollmachten zum Beispiel bei Demenzkranken an ihre Kinder: „Die Anzahl der Betreuungsverfahren hat mit 4.555 Verfahren in 2018 einen neuen Spitzenwert erreicht“, erklärt Axel Eichmeyer. „Sie stellen einen Spiegel unserer älter werdenden Gesellschaft dar und werden in den nächsten Jahren sicher noch zunehmen.“ Dabei wäre die richterliche Bevollmächtigung gar nicht immer nötig. „Wer zuvor eine so genannte Vorsorgevollmacht erteilt hat, kann sich den Gang zum Gericht sparen. Es wäre wünschenswert, dass sich jeder darüber Gedanken macht.“ Dazu findet am 23. September in Deutschland der „Tag des Betreuungsrechts“ statt. Auch am Amtsgericht wird es dazu Veranstaltungen geben.

Erfolgsgeschichten und Herausforderungen

Als Erfolgsgeschichte hat sich der so genannte „Justizservice“ erwiesen. Er wurde 2014 gestartet und ist die erste Anlaufstelle für die Bürger im Amtsgericht. Statt wie früher die passende Fachabteilung suchen zu müssen (auch auf die Gefahr, dass gerade keiner da ist), können sich die Osnabrücker nun direkt an den Service wenden, der ihnen bei ihren Fragen und Problemen weiterhilft. 30.000 Verfahren wurden seit der Einführung bearbeitet, meistens ging es um Nachlassfragen. Vor Herausforderungen stellt das Amtsgericht die Digitalisierung. Im September 2018 wurde zum Beispiel das elektronische Anwaltspostfach eingeführt. Auch eine audio-visuelle Aufzeichnung von Vernehmungen ist heute möglich. „Die Anfänge sind gemacht, aber wir haben noch einen langen Weg vor uns“, so Eichmeyer abschließend.

0 Kommentare 0 FacebookTwitterPinterestEmail
Sophie Scherler

Sophie Scherler ist seit März 2018 Redakteurin bei der Hasepost, zwischenzeitlich absolvierte Sophie Scherler erfolgreich ein Volontariat bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Seit Herbst 2021 ist sie wieder angestelltes Mitglied unserer Redaktion.

vorheriger Artikel
Kulinarisches Puzzle: Das Puzzles Café an der Herrenteichsstraße
nächster Artikel
Gute Nachricht des Tages: „Wir machen die Musik!“ wird 10 Jahre alt

das könnte Sie auch interessieren

Warum einige Osnabrücker Kultureinrichtungen am 25. Februar geänderte...

22. Februar 2026

Gewaltprävention und Demokratie: Neues Projekt des Zonta-Clubs Westfälischer...

22. Februar 2026

Drei Osnabrücker Schulen gehen neue Wege bei der...

22. Februar 2026

Mösers Meinung: Über den Niedergang der Osnabrücker Innenstadt

21. Februar 2026

Ausrufezeichen im Aufstiegskampf: VfL Osnabrück schlägt RW Essen...

21. Februar 2026

Klara Harhues präsentiert ihre Kunstwerke in Wallenhorst

21. Februar 2026

Wie man sich in Osnabrück ab sofort über...

21. Februar 2026

Wege in Ausbildung, Studium und Beruf: 4. beruf...

21. Februar 2026

Der TV Bissendorf-Holte reist zum ASV Hamm-Westfalen

20. Februar 2026

Unfall beim Ausweichen für Rettungswagen am Johannistorwall in...

20. Februar 2026


Aktuelle Artikel

  • Paderborn zerlegt Hertha BSC 5:2 und klettert auf Rang vier

    22. Februar 2026
  • EU fordert nach US-Gerichtsurteil Klarheit über künftige Zölle

    22. Februar 2026
  • Eindringling bei Trumps Anwesen Mar-a-Lago von Secret Service erschossen

    22. Februar 2026
  • Litauen erwägt ukrainische Langstreckenwaffen wegen westlicher Limitierungen

    22. Februar 2026
  • Warum einige Osnabrücker Kultureinrichtungen am 25. Februar geänderte Öffnungszeiten haben

    22. Februar 2026


Impressum

  • Facebook
  • Twitter
  • Instagram

© (1996) 2014 – 2026 osna.com GmbH   ·   Impressum & Datenschutzerklärung   ·   Made with ♡ in Osnabrück.   ·  Unsere Partnerportale:
OSNA.dating Partnersuche   ·   Hilfethemen für die US Einreise mit dem ESTA.  ·   www.kfz-versicherung-trotz-schufa.com  


zurück nach oben
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Home3 demos
  • Politics
  • Economy
  • Sport
  • Culture
  • Technology
  • Region Osnabrück+ Kreis ST
  • Seite 3