Die Vorsitzende der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung, Annegret Kramp-Karrenbauer, hat die jüngste öffentliche Diskussion über eine mögliche erste Bundespräsidentin scharf kritisiert. Sie bemängelt vor allem Ton und Form der Debatte und pocht auf die Würde des höchsten Staatsamts.
„Teppich-Bazaar“ statt würdevoller Diskussion
Die Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung Annegret Kramp-Karrenbauer zeigte sich im Gespräch mit dem Fernsehsender „Welt“ „zutiefst verärgert“ über die aktuelle Diskussion um eine mögliche erste Bundespräsidentin. „Ich muss ganz ehrlich sagen, diese Debatte, die wir in den letzten Wochen führen, ärgert mich zutiefst“, sagte sie dem Fernsehsender „Welt“.
Es gehe hier um das höchste deutsche Staatsamt, betonte Kramp-Karrenbauer, und man führe sich auf wie in einem „Teppich-Bazaar“. Aus ihrer Sicht sei dies keine Debatte, die in der Öffentlichkeit geführt werden sollte.
Kritik an öffentlichen Bewerbungsreden
Insbesondere wandte sich die frühere CDU-Chefin gegen Personaldebatten in Form offener Kandidaturen. „Und deswegen sei das keine Debatte, die man öffentlich führe – ‚und schon gar keine Bewerbungsreden irgendwo hält'“, so Kramp-Karrenbauer gegenüber „Welt“. Sie hob hervor: „Ich finde, das Amt hat Würde – und diese Würde muss gewahrt werden.“
Teil eines möglichen Kandidatinnenkreises
Kramp-Karrenbauer wird selbst zum erweiterten Kandidatinnenkreis für die Bundespräsidentenwahl im kommenden Jahr gezählt.
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