Die Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung und frühere CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich klar für eine Frau im Amt des Bundespräsidenten ausgesprochen. In einem Interview mit der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe) befürwortete sie eine Bundespräsidentin „ohne Wenn und Aber“ und sprach zugleich über den Charakter der laufenden Debatte um die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
„Ja, ohne Wenn und Aber“
Annegret Kramp-Karrenbauer
Ob sie selber das Amt anstrebe, ließ Kramp-Karrenbauer offen. „Das ist eine reine Politik- und Mediendebatte. Die Leute haben derzeit doch ganz andere Sorgen“, so die Saarländerin gegenüber der „Rheinischen Post“.
Zugleich sagte Kramp-Karrenbauer in der „Rheinischen Post“: „Dass mein Name fällt, ist auch nichts Ungewöhnliches, weil im Moment die Spekulationen so laufen: Wer passt ins Schema? Und dann werden verschiedene Namen genannt. Meiner eben auch.“
Debatte über Profil des Staatsoberhaupts
Im Moment laufe die Debatte auch eher klassisch, ergänzte die ehemalige Verteidigungsministerin in der „Rheinischen Post“. „Wie sind die Mehrheitsverhältnisse und wer könnte da was erreichen? Aber die spannende Frage ist, in welchem Zustand ist dieses Land, welches Staatsoberhaupt bräuchte es, und wer kann ein solches Profil erfüllen?“
Das sei die Debatte, die inhaltlich geführt werden müsse, „wenn sich der Wahltermin nähert“, sagte Kramp-Karrenbauer der „Rheinischen Post“. Die zweite Amtszeit von Bundespräsident Steinmeier endet im März 2027, die Wahl findet bereits am 30. Januar 2027 statt.
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