HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Osnabrück
  • Region Osnabrück
  • Deutschland & die Welt
  • Kultur
  • Sport
  • Meinung & Kolumne
.
Fast 4.900 Helfer beim Stadtputztag 2026: Osnabrück gemeinsam...
Das sind die neuen Öffnungszeiten der AWIGO-Grünplätze im...
Projektmesse der Hochschule Osnabrück zeigt studentische Ideen für...
Durch Wärmebildkameras: Intelligente Ampeltechnik sorgt für besseren Verkehrsfluss...
Iran-Konflikt: Wo man in Osnabrück noch billig tanken...
Sperrung ab dem 3. März: Bauarbeiten in Ortsdurchfahrt...
Bischof und Generalvikar nehmen an Solidaritätswache teil
Warum sich mehr als 350 pädagogische Kräfte aus...
Neue barrierefreie Haltestelle in Ohrbeck
3:1-Erfolg in Aue: VfL Osnabrück springt vorübergehend an...
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • ✨ KI-Leitlinie
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Osnabrück
  • Region Osnabrück
  • Deutschland & die Welt
  • Kultur
  • Sport
  • Meinung & Kolumne
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Osnabrück
  • Region Osnabrück
  • Deutschland & die Welt
  • Kultur
  • Sport
  • Meinung & Kolumne

© (1996) 2014 – 2026 osna.com GmbH
Impressum & Datenschutzerklärung.

Startseite AktuellKommentar: Wieder ein toter Radfahrer und ignorante Lokalpolitiker in Osnabrück
AktuellKommentarMeinung & Kolumne

Kommentar: Wieder ein toter Radfahrer und ignorante Lokalpolitiker in Osnabrück

von Heiko Pohlmann 24. März 2022
von Heiko Pohlmann 24. März 2022
Tödlicher Fahrradunfall im Stadtteil Hafen
16

Schon wieder ein toter Fahrradfahrer in Osnabrück. Schon wieder unter einem 40-Tonner LKW. Und was fällt der Lokalpolitik dazu ein? Ideologisch motivierte Maßnahmen gegen den Individualverkehr. Macht endlich eure Hausaufgaben: Schwere LKW raus aus der Stadt!

Ein Kommentar von Heiko Pohlmann.

Ich bin es leid, regelmäßig Nachrichten über erneute tödliche Verkehrsunfälle im Osnabrücker Stadtgebiet zu lesen. Tödliche Unfälle, die immer nach dem gleichen Muster passieren: Schwerer LKW (oft osteuropäisch) zermalmt nach Irrfahrt durch die Osnabrücker Innenstadt einen Fahrradfahrer unter sich, der beim Abbiegen übersehen wurde.

Und genauso leid bin ich die Reaktionen in den sozialen Medien, die dann entweder dem Fahrradfahrer eine Mitschuld andichten, weil man ja immer wieder sehen könne, wie „die“ ohne Licht oder auf dem Gehweg fahren etc..
Das hat dann zwar alles überhaupt nichts mit dem aktuellen Unfallhergang zu tun – auch nicht bei dem schrecklichen Unfall gestern – wird dann aber wie ein Mantra gegen „diese Fahrradfahrer“ verwendet.

Vor allem bin ich aber das Wehklagen und den zwangsläufig folgenden Aktionismus der Lokalpolitik leid, der auch vollkommen losgelöst von der schrecklichen Unfall-Realität gegen den Individualverkehr gerichtet ist.
Die Spurensicherung, die Sachverständigen und der Staatsanwalt hatten den Unfallort in der Römereschstraße noch nicht verlassen, da kübelte die SPD-Fraktionsvorsitzende Susanne Hambürger dos Reis einen gewohnt realitätsfernen Vorschlag in die Welt, nachdem nun neben Abbiegeverboten auch Geschwindigkeitsreduktionen zum Schwerpunkt der Politik gemacht werden müssten. Und auch ihr Kollege Volker Bajus von den Grünen wollte noch schnell Stimmung machen und verlautbarte: „Wir müssen endlich durch präventive Maßnahmen mehr Radverkehrssicherheit erreichen, um solche Unfälle zu verhindern. Im Bedarfsfall auch zulasten von LKW und PKW.“

Äh, sorry, nein. Da ist (mal wieder) ein Fahrradfahrer unter einem 40-Tonner LKW geraten und durch diesen geradezu zermalmt worden. Das wäre auch passiert, wenn auf der Römereschstraße Tempo 30 gelten würde. So etwas passiert auch, wenn, wie es jetzt am Wall passiert, PKW-Parkplätze gesperrt werden.
Selbst „die“ LKW sind nicht das Problem, sondern Schwerlast-LKW, die von der Konstruktion her für die Autobahn und die Landstraße, aber nicht für die Innenstadt und das Abbiegen auf relativ schmale Straßen wie den Kiefernweg konstruiert sind.

Sicherlich kann mit zahlreichen Maßnahmen, die vor allem gegen den Individualverkehr gerichtet sind, das Fahrradfahren und das Miteinander im Verkehr verbessert werden.

Aber die Hausaufgabe, die unsere in Sachen LKW-Verkehr ignoranten Lokalpolitiker jetzt endlich und vordringlich in den Griff bekommen müssen, ist der LKW-Schwerlastverkehr. Tempolimits und Straßensperrungen, die sich gegen den Individualverkehr richten, helfen nicht gegen die Todesursache Nummer 1: den schweren LKW.

Schwere LKW haben in der Innenstadt nichts zu suchen. Und auch dieser aktuelle Unfall passierte mit einem LKW, der ganz offensichtlich aus dem Bereich Innenstadt in Richtung der Industrieansiedlung im Hafen/Kiefernweg unterwegs war – der direkte Weg führt von der Autobahn zum Zielort, und keinen Meter oder zusätzlichen Abbiegevorgang weiter in die Innenstadt oder gar dadurch.
Wir müssen einen Weg finden, dass derartige Transporte zukünftig nur noch auf dem kürzesten und direktesten Weg von der Autobahn zu den Speditionen und Gewerbebetrieben der Stadt erlaubt sind.
Wie? Wer so viel Energie verwendet, um es dem Individualverkehr in der Innenstadt schwer zu machen wie unsere Lokalpolitiker, sollte doch auch Maßnahmen gegen den LKW-Verkehr finden.

Wenn dieses Problem gelöst ist, dann können wir gerne über Tempolimits für PKW, weniger Fahrspuren für den Individualverkehr oder noch mehr Fahrradwege nachdenken – aber, liebe Lokalpolitiker, bekommt endlich die schweren LKW aus der Stadt heraus!

Solche schweren LKW sind dafür gedacht beispielsweise von Polen (wo das Unfallfahrzeug von Mittwoch herkam) bis in ein Industriegebiet am Rande der Stadt zu fahren – aber auf direktestem Weg, nicht quer durch die Stadt.
Für das Ausliefern im Stadtgebiet gibt es kleinere Fahrzeuge. Und nein, der schwere LKW aus Polen, unter dem gestern das Leben eines Fahrradfahrers so tragisch endete, war auch nicht im Stadtgebiet unterwegs, um Joghurt auszuliefern.

 


Hier finden Sie alle bislang erschienenen Meinungsbeiträge.

[Gruß vom Herausgeber] Liebe Leserin, lieber Leser, schön, dass Sie es bis hier ganz unten geschafft haben. Ein paar Zeilen weiter finden Sie noch den obligatorischen Hinweis, dass gekennzeichnete Meinungsbeiträge stets ausschließlich die Meinung des Autors wiedergeben. Aber ich möchte diesem förmlichen Disclaimer noch etwas hinzufügen. Natürlich haben Sie, wie auch ich und jeder andere Leser, eine eigene Meinung. Vielleicht weicht Ihre Meinung fundamental von diesem oder einem anderen bei uns veröffentlichten Kommentar ab, vielleicht stimmen Sie aber auch vollkommen zu oder aber Ihre Meinung ist „irgendwo dazwischen“.
Vielleicht kann ein Kommentar in der Hasepost dabei helfen, neue Gedanken zu denken oder bestehende An- und Einsichten nochmals zu überdenken, dann haben wir und unsere Autoren etwas richtig gemacht und ganz generell zum Denken angeregt.

„Denken ist schwer, darum urteilen die meisten.“ (C. G Jung)
Bitte denken Sie mehr, Ihr Heiko Pohlmann.


Als Kommentar, Kolumne, Meinungsbeitrag oder Satire gekennzeichnete Beiträge geben stets ausschließlich die Meinung des jeweiligen Autors wieder, nicht die der gesamten Redaktion.

0 Kommentare 0 FacebookTwitterPinterestEmail
Heiko Pohlmann

Heiko Pohlmann gründete die HASEPOST 2014, basierend auf dem unter dem Titel "I-love-OS" seit 2011 erschienenen Tumbler-Blog. Die Ursprungsidee reicht auf das bereits 1996 gestartete Projekt "Loewenpudel.de" zurück. Direkte Durchwahl per Telefon: 0541/385984-11

vorheriger Artikel
Castell Revival Party am 26. März
nächster Artikel
Über 2.000 Corona-Neuinfektionen in der Region Osnabrück

das könnte Sie auch interessieren

Fast 4.900 Helfer beim Stadtputztag 2026: Osnabrück gemeinsam...

1. März 2026

Das sind die neuen Öffnungszeiten der AWIGO-Grünplätze im...

1. März 2026

Projektmesse der Hochschule Osnabrück zeigt studentische Ideen für...

1. März 2026

Durch Wärmebildkameras: Intelligente Ampeltechnik sorgt für besseren Verkehrsfluss...

1. März 2026

Iran-Konflikt: Wo man in Osnabrück noch billig tanken...

1. März 2026

Sperrung ab dem 3. März: Bauarbeiten in Ortsdurchfahrt...

1. März 2026

Bischof und Generalvikar nehmen an Solidaritätswache teil

1. März 2026

Warum sich mehr als 350 pädagogische Kräfte aus...

1. März 2026

Neue barrierefreie Haltestelle in Ohrbeck

28. Februar 2026

3:1-Erfolg in Aue: VfL Osnabrück springt vorübergehend an...

28. Februar 2026


Aktuelle Artikel

  • EU-Staaten ignorieren weitgehend deutsche Dublin-Rücknahmeersuchen für Asylbewerber

    2. März 2026
  • Länder skeptisch: Kaum Bereitschaft für neue Sekundärmigrationszentren

    2. März 2026
  • Grüne fordern Brückenstrompreis: Neue Wirtschaftsstrategie für Deutschland

    2. März 2026
  • Rentenexperte fordert: Beamte sollen in gesetzliche Rente zahlen

    2. März 2026
  • SPD warnt vor neuer Flüchtlingswelle durch Nahost-Eskalation

    2. März 2026


Impressum

  • Facebook
  • Twitter
  • Instagram

© (1996) 2014 – 2026 osna.com GmbH   ·   Impressum & Datenschutzerklärung   ·   Made with ♡ in Osnabrück.   ·  Unsere Partnerportale:
OSNA.dating Partnersuche   ·   Hilfethemen für die US Einreise mit dem ESTA.  ·   www.kfz-versicherung-trotz-schufa.com  


zurück nach oben
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Home3 demos
  • Politics
  • Economy
  • Sport
  • Culture
  • Technology
  • Region Osnabrück+ Kreis ST
  • Seite 3