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Startseite Deutschland & die WeltKoalitionsstreit um Luxusflugsteuer für Privatjets, Business- und Firstclass
Deutschland & die Welt

Koalitionsstreit um Luxusflugsteuer für Privatjets, Business- und Firstclass

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 16. November 2025
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 16. November 2025
First-Class-Kabine Airbus A380-800 (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
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In der Koalition bahnt sich ein Konflikt über eine neue Abgabe für Luxusflugreisen an. SPD-geführte Ministerien zeigen sich offen für Sonderabgaben auf Business- und First-Class-Tickets sowie Privatflüge, während unionsgeführte Häuser den Vorstoß ablehnen. Der Plan knüpft an eine internationale Initiative an, die auf der Weltklimakonferenz im brasilianischen Belém vorgestellt werden soll.

 

SPD-Ministerien offen für Abgabe

Ginge es nach der SPD, könnten Passagiere in der Business- und First Class sowie Kunden von Privatjets künftig für das Klima zur Kasse gebeten werden: „Jeder, der First Class oder im Privatflieger unterwegs ist, wird ohne Probleme darauf eine Abgabe zahlen können“, sagte ein Sprecher des Bundesumweltministeriums von Carsten Schneider (SPD) dem „Spiegel“. Das Bundesfinanzministerium von Lars Klingbeil (SPD) schloss sich dieser Aussage an.

Internationale Initiative für Luxusflugsteuer

Die sozialdemokratischen Ministerien reagieren damit auf eine Initiative von neun Ländern, die eine solche Luxusflugsteuer auf der Weltklimakonferenz im brasilianischen Belém vorstellen werden, darunter Spanien und Frankreich. So solle verlässlich Geld für Klimaschutz und Entwicklung generiert werden, erklärt die sogenannte „Premium Flyers Solidarity Coalition“ in einem Communiqué, über das der „Spiegel“ berichtet.

Laut der Erklärung der „Premium Flyers Solidarity Coalition“ sollen „Business- und First-Class-Reisende sowie Privatjets“ Sonderabgaben zahlen – entweder direkt auf die Flugtickets oder bei Privatflügen auf das getankte Kerosin. Jedes Land soll die Luxussteuer selbstständig ausgestalten, heißt es in der Deklaration, auch weil einige Länder bereits Kerosinsteuern haben. Die neue Abgabe müsste dann zusätzlich sein und mit dem Status quo abgeglichen werden. „Die Menschen erkennen eine wachsende Ungerechtigkeit und erkennen, dass Milliardäre und Privatflieger zu besteuern sowohl fair als auch notwendig ist“, sagte Jennifer Morgan, die unter der Ampelkoalition im Auswärtigen Amt zuständig für internationale Klimapolitik war.

Widerspruch aus unionsgeführten Ministerien

Unionsgeführte Ministerien lehnen den Vorstoß der Initiative ab. Das Bundesverkehrsministerium von Patrick Schnieder (CDU) teilte dem Nachrichtenmagazin mit: „Das Thema stellt sich derzeit nicht.“ Die Behörde von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche wollte sich nicht äußern und bat, sich an das „in der Bundesregierung federführend zuständige Bundesfinanzministerium und das Bundesverkehrsministerium zu richten“.

Die Koalitionsspitzen hatten sich erst am Donnerstagabend darauf verständigt, dass die Ticketsteuer für Flugreisen im Jahre 2026 abgeschafft werden soll.

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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