Eine aufgrund gestiegener Spritkosten eingesetzte Taskforce von Union und SPD soll sich künftig auch mit den wachsenden Lebensmittelpreisen beschäftigen. Auslöser sind nach Angaben der SPD-Fraktion die Folgen des Nahost-Krieges, die sich über höhere Kosten für Dünger und Transport auf die Nahrungsmittelpreise auswirken könnten.
Taskforce weitet Fokus auf Lebensmittelpreise aus
Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Esra Limbacher kündigte an, dass die wegen der hohen Spritkosten eingerichtete Taskforce von Union und SPD nun auch die steigenden Lebensmittelpreise infolge des Nahost-Krieges ins Visier nehmen werde. Der Fraktionsvize, der für die Themen Landwirtschaft und Ernährung zuständig ist, sprach in diesem Zusammenhang von einer deutlichen Belastung für Verbraucherinnen und Verbraucher.
Gegenüber der „Rheinischen Post“ (Samstag) warnte Limbacher: „Tag für Tag wird es offensichtlicher, dass der Krieg im Iran kein schnelles Ende finden wird. Über höhere Preise für Dünger und Transport drohen in der nächsten Stufe auch steigende Lebensmittelpreise.“ Nach seiner Darstellung wirken sich die internationalen Entwicklungen damit zunehmend direkt auf die Kosten der täglichen Versorgung aus.
„Inflationsbremsende Maßnahmen“ geplant
In der kommenden Woche werde die Taskforce der Koalitionsfraktionen „inflationsbremsende Maßnahmen“ beraten, ergänzte Limbacher in der „Rheinischen Post“. Er wolle unter anderem ein Sofortprogramm für heimische Düngerproduzenten sowie Steuererleichterungen im Nahrungsmittelbereich in die Beratungen einbringen.
Der SPD-Politiker unterstrich dabei die sozialen und wirtschaftlichen Folgen weiter steigender Preise. „Inflation ist Gift für die Menschen mit normalen Einkommen und für unsere Wirtschaft. Wir müssen uns schützend vor unsere Bevölkerung stellen“, so Limbacher gegenüber der „Rheinischen Post“.
Warnung vor spürbaren Mehrbelastungen
Ohne politisches Gegensteuern werde ansonsten „das Leben für viele Menschen spürbar teurer“, betonte Limbacher nach Angaben der „Rheinischen Post“. Die Taskforce von Union und SPD, die ursprünglich aufgrund der hohen Spritkosten eingesetzt wurde, soll daher nun auch Maßnahmen prüfen, um mögliche weitere Preisschübe bei Lebensmitteln abzumildern.
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