Union und SPD beraten nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung über mögliche Einschnitte bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. In Koalitions- und Regierungskreisen werden demnach mehrere Modelle diskutiert, die Arbeitgeber finanziell entlasten und kranke Arbeitnehmer stärker belasten könnten.
Diskussion über kürzere Lohnfortzahlung
Spitzen von Union und SPD prüfen nach Informationen der „Bild“ (Montagausgabe) einschneidende Maßnahmen für kranke Arbeitnehmer. Das Blatt beruft sich dabei auf Koalitionskreise.
Dem Bericht zufolge hat die Unionsseite in die Gespräche unter anderem die Idee eingebracht, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall zu reduzieren. Konkret könnte demnach der bisherige Zeitrahmen von sechs Wochen, in denen der Arbeitgeber den Lohn für einen kranken Arbeitnehmer weiter bezahlt, gekürzt werden.
Einmalige Lohnfortzahlung pro Jahr im Gespräch
Außerdem gebe es laut „Bild“ die Überlegung, dass Arbeitgeber nur noch einmal im Jahr Lohnfortzahlung leisten müssen. Erreiche ein Arbeitnehmer diese Maximallänge, würde bei einem erneuten Krankheitsfall sofort die Krankenkasse mit dem niedrigeren Krankengeld einspringen müssen.
Wiedereinführung eines „Karenztages“
Zudem ist nach Angaben der „Bild“ die Wiedereinführung eines sogenannten „Karenztages“ im Gespräch. Die Lohnfortzahlung würde dann nicht mehr ab dem ersten Tag der Erkrankung beginnen, sondern erst ab dem zweiten. Dies würde Unternehmen finanziell entlasten – zu Lasten der Arbeitnehmer.
In Regierungskreisen wird laut „Bild“ darauf hingewiesen, dass „am Ende nur gilt, was insgesamt geeint wurde“. Beide Koalitionspartner würden die Krankheitstage gerne nach unten drücken, hieß es.
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