Nach erneuten schweren russischen Angriffen auf Kiew warnt Bürgermeister Vitali Klitschko vor einer weiteren Eskalation und fordert zusätzliche Luftverteidigung. Er macht den russischen Präsidenten Wladimir Putin für die Verschärfung der Lage verantwortlich und appelliert an die westlichen Partner der Ukraine, insbesondere an Deutschland, die Lieferung weiterer Patriot-Abwehrraketen zu unterstützen.
Klitschko spricht von bislang schlimmsten Angriffen
Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko schildert die jüngsten Attacken auf die ukrainische Hauptstadt als beispiellos seit Beginn des russischen Angriffskriegs. „Ich habe so etwas als Bürgermeister von Kiew seit Kriegsbeginn noch nicht erlebt: Die Angriffe mit russischen ballistischen Raketen sind schlimmer als je zuvor“, sagte Klitschko der „Bild am Sonntag“. Nach seinen Worten richtet sich die aktuelle Eskalation gezielt gegen Kiew.
Vorwurf an Putin und Appell an den Westen
Klitschko macht den russischen Präsidenten Wladimir Putin für die verschärften Angriffe verantwortlich. Putin stehe aufgrund der ukrainischen Stärke so unter Druck, dass er jetzt offenbar Kiew kaputt bomben wolle, bevor der Winter beginne, so Klitschko weiter. Vor diesem Hintergrund erhöht er den Druck auf die westlichen Partner der Ukraine, die Luftverteidigung weiter auszubauen. „Wir brauchen dringend weitere Patriot-Abwehrraketen von unseren Partnern, auch aus Deutschland, damit wir diese Angriffe besser abwehren können“, sagte Klitschko der „Bild am Sonntag“.
