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Startseite Deutschland & die WeltKlimaforscher kritisiert Unionspläne zu Atomkraft und Heizungsgesetz
Deutschland & die Welt

Klimaforscher kritisiert Unionspläne zu Atomkraft und Heizungsgesetz

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 10. Januar 2025
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 10. Januar 2025
Foto: dts
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Der Klima- und Energieforscher Manfred Fischedick kritisiert die von der Union geplante Abschaffung des Gebäudeenergiegesetzes und eine mögliche Rückkehr zur Atomkraft deutlich. Er sieht in den Plänen der Union keinen zielführenden Beitrag zum Klimaschutz, sondern betont die Wichtigkeit der erneuerbaren Energien für die Erreichung der Klimaziele. Für Fischedick liegen die Prioritäten klar beim Ausbau dieser nachhaltigen Energiestrategien.

Kritik an der geplanten Abschaffung des Gebäudeenergiegesetzes

Manfred Fischedick, Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie, äußerte sich in der „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe) kritisch zu den Überlegungen der Union, das Heizungsgesetz nach der Bundestagswahl abzuschaffen. „Das Heizungsgesetz abzuschaffen, ist mit Blick auf die Klimaschutzlücke im Gebäudebereich nicht zielführend“, sagte er. Statt einer kompletten Abschaffung schlägt er vor, die bestehende komplexe und bürokratische Förderstruktur anzupassen.

Zurück zur Kernenergie?

Die Union plant, in ihrem Wahlprogramm an der Option Kernenergie festzuhalten und die Wiederaufnahme des Betriebs der zuletzt abgeschalteten Kernkraftwerke zu prüfen. Fischedick hält dies für wenig bedeutend in Bezug auf die Erreichung von Klimaneutralität. „Für den Klimaschutz ist der Ausbau der erneuerbaren Energien die Schlüsselstrategie schlechthin“, meinte er weiter. Er betonte, dass die Kernenergie keinen substanziellen Beitrag leisten könne und der Fokus auf einer konsistenten Politik liegen müsse, um die Ausbaudynamik der erneuerbaren Energien zu verstärken.

Hindernisse für die Reaktivierung von Kernkraftwerken

Die theoretische Möglichkeit, die letzten abgeschalteten Reaktoren wieder in Betrieb zu nehmen, sieht Fischedick ebenfalls kritisch. „Einerseits fehlt die Bereitschaft der Kraftwerksbetreiber, dieses Wagnis einzugehen“, sagte er. Diese hätten ihre Strategien bereits auf erneuerbare Energien umgestellt. Zudem seien hohe Investitionen nötig, um die Anlagen, die mehr als zehn Jahre nicht modernisiert wurden, auf ein ausreichendes Sicherheitsniveau zu bringen. Der Neubau von Kernkraftwerken sei energiewirtschaftlich unsinnig, was durch hohe Kosten und lange Bauzeiten belegt sei, wie die kürzlich in Finnland und Frankreich in Betrieb genommenen Anlagen zeigten.

Abschließend bemerkte Fischedick, dass die Themen Klimaschutz und Klimaanpassung im Bundestagswahlkampf in Bezug auf ihre Bedeutung „deutlich unterrepräsentiert“ seien. Er verwies auf die zahlreichen Wetterextreme im Jahr 2024 und die Tatsache, dass die Weltmitteltemperatur in diesem Jahr erstmals mehr als 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau lag. Dies sei weder nachvollziehbar noch sachgerecht.

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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