KfW-Chef Stefan Wintels dringt auf einen Ausbau der kapitalgedeckten Rente in Deutschland. Angesichts verpasster Chancen an den Aktienmärkten fordert er eine grundlegende Reform der Sozialsysteme und sieht kapitalmarktbasierte Modelle anderen Anlageformen deutlich überlegen.
Forderung nach Reform der Altersvorsorge
KfW-Chef Stefan Wintels fordert den Ausbau der kapitalgedeckten Rente. „Wir brauchen eine Reform der Sozialsysteme, insbesondere der Altersvorsorge“, sagte er dem „Focus“.
Das Thema sei zwar „komplex, aber wenn man die Entwicklung an den Aktienmärkten der vergangenen Jahrzehnte mit den Zinsen fürs Sparbuch vergleicht, muss man sagen: Leider wurden große Chancen zur Vermehrung des Wohlstands in der Breite der Bevölkerung verpasst“, so Wintels. Der KfW-Chef weiter: „Die Fakten sprechen eindeutig dafür.“
Vergleich internationaler Modelle
Wintels, der vor seinem, Wechsel zu der Frankfurter Förderbank jahrzehntelang für die Citigroup gearbeitet hatte, zeigte sich sicher: „Eine kapitalmarktbasierte Rente schlägt alle anderen Anlage-Modelle. Viele Länder, auch sozialdemokratisch regierte, haben den Kurswechsel schon vor 20, 30 Jahren begonnen. Kein Land hat den Systemwechsel meines Wissens bereut.“
Stockende Debatte in Deutschland
In Deutschland kam das Modell über erste FDP-Anläufe während der Ampel-Koalition bislang nicht hinaus.
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