Nach einem tödlichen Brand in einem Mädcheninternat im kenianischen Gilgil sollen mehrere Schülerinnen wegen Mordes angeklagt werden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, das Feuer gelegt zu haben, bei dem im vergangenen Monat 16 Mitschülerinnen ums Leben kamen und Dutzende verletzt wurden.
Brand in Schlafsaal fordert 16 Todesopfer
Bei einem Feuer in einem Schlafsaal der Schule in Gilgil, rund 120 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Nairobi, starben Ende Mai 16 Schülerinnen im Alter von 15 bis 18 Jahren. Dutzende weitere wurden verletzt.
Vorwurf der Brandstiftung gegen mehrere Schülerinnen
Nach Angaben der Behörden hat die Staatsanwaltschaft Anklagen gegen mehrere Schülerinnen wegen Mordes angekündigt. Ihnen wird vorgeworfen, den Brand in ihrer Schule gelegt zu haben, bei dem im vergangenen Monat mehrere Mitschüler ums Leben kamen.
Die Polizei nahm acht Verdächtige fest. Sie sollen die Matratzen in der Nähe eines Ausgangs angezündet haben. Die Generalstaatsanwaltschaft habe nach sorgfältiger Prüfung der Beweise die Anklage genehmigt, teilten die Behörden mit.
Ermittlungen und weiterer Ablauf
Nach Vernehmungen und der Auswertung von Überwachungsvideos gelten die festgenommenen Schülerinnen als tatverdächtig. Sie sitzen in Untersuchungshaft. Ein genauer Termin für die Anklageerhebung wurde zunächst nicht genannt.
