Ein eskalierter Streit um ein fehlendes Zugticket hat am Samstagmorgen (28. März) am Hauptbahnhof Osnabrück einen Polizeieinsatz ausgelöst. Ein 33-jähriger Mann sollte nach einem Fahrgelddelikt von der Weiterfahrt ausgeschlossen werden – doch die Situation entwickelte sich schnell zu einer bedrohlichen Auseinandersetzung.
Zugbegleiterin greift zu Abwehrspray
Nachdem der Mann keinen gültigen Fahrschein vorzeigen konnte, soll er die Zugbegleiterin beleidigt und sich ihr in aggressiver Weise genähert haben. Die Mitarbeiterin reagierte, indem sie ein Reizstoffsprühgerät zog und es zur Abschreckung vor sich hielt. Als der Mann dennoch weiter auf sie zuging, setzte sie das Spray ein. Die alarmierte Bundespolizei griff ein und brachte den Mann aus dem Zug.
Ermittlungen gegen beide Beteiligte
Der 33-Jährige wurde nach dem Einsatz vor Ort medizinisch versorgt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Die Zugbegleiterin blieb unverletzt und konnte ihren Dienst fortsetzen. Gegen den Mann wird nun wegen Bedrohung, Beleidigung und Erschleichens von Leistungen ermittelt. Doch auch die Zugbegleiterin steht im Fokus: Gegen sie wurde ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Die Ermittlungen sollen klären, ob sie in Notwehr gehandelt hat.
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