HASEPOST
 
HASEPOST

Katharina Thalbach kritisiert mögliche Ernennung von Joe Chialo zum Kulturstaatsminister

Katharina Thalbach äußert sich kritisch zu den Spekulationen um Joe Chialo (CDU) als potenziellen Nachfolger von Kulturstaatsministerin Claudia Roth. Die Schauspielerin und Regisseurin sieht in dieser Personalie eine Bedrohung für die Kultur in Deutschland und warnt vor einer Provinzialisierung.

Kritik an Kulturpolitik

Katharina Thalbach äußerte sich in der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) besorgt über die Möglichkeit, dass der Berliner Kultursenator Joe Chialo (CDU) Claudia Roth als Kulturstaatsminister ablösen könnte. „Dann wird alles noch schlimmer. Und nicht nur Berlin. Dann wird Deutschland provinziell“, sagte Thalbach.

Haushaltskürzungen im Fokus

Thalbach kritisierte die Kürzungen im Berliner Kulturetat scharf und bezeichnete sie als Ergebnis eines „riesigen Haushaltslochs“. Ihrer Ansicht nach sei der Kulturetat der kleinste Posten im Haushalt und dennoch von Kürzungen betroffen, während der BER Flughafen lange Zeit enorme Kosten verursachte: „Der BER hat eine Zeit lang jeden Tag eine Million gekostet. Jeden Tag. Das haben wir Steuerzahler bezahlt.“

Vision für die Kulturfinanzierung

Im Zusammenhang mit den Sparmaßnahmen äußerte sich Thalbach unzufrieden über die Aussage des Kultursenators: „Wir haben einen Kultursenator, der sagt: Das ist leider über meinen Kopf hinweg entschieden worden. Und er hat nicht mal protestiert.“ Sie plädierte für eine Kulturpolitik, die sich nicht an kapitalistischen Maßstäben orientiert. „Bettelt doch irgendwelche Hotels als Sponsoren an, aber nicht mehr den Staat.“

Thalbach wünscht sich eine politische Antwort, die an Richard von Weizsäckers Vision anknüpft: „Im Zusammenhang mit Kultur kann man nicht von Subventionen sprechen. Weil das eine Selbstverständlichkeit für unsere Gesellschaft ist, dass Kultur finanziert wird.“

Erfolgreiche Theaterarbeit und persönliche Zukunftspläne

Trotz ihres Erfolgs mit dem Stück „Mord im Orient-Express“ an einem Privattheater, betont Thalbach die Notwendigkeit der Förderung auch für unbekannte Autoren. „Es müssen auch Dinge gefördert werden, zu denen nicht die Massen strömen.“

Für den Fall eines Kultur-Niedergangs in Deutschland hat Thalbach bereits humorvolle Pläne geschmiedet: „Ich möchte auf jeden Fall der nächste James Bond werden. Oder der übernächste. Es wäre mir eine Riesenfreude, wenn 007 zu 0085 mutiert“, sagte sie abschließend.

Fehler/Korrektur melden Artikel bewerten Folge uns auf Google News WhatsApp-Kanal abonnieren

durch KI bearbeitet, .


Liebe Leserin und lieber Leser, an dieser Stelle zeigen wir Ihnen künftig regelmäßig unsere eigene Kommentarfunktion an. Sie wird zukünftig die Kommentarfunktion auf Facebook ersetzen und ermöglicht es auch Leserinnen und Lesern, die Facebook nicht nutzen, aktiv zu kommentieren. FÜr die Nutzung setzen wir ein Login mit einem Google-Account voraus.

Diese Kommentarfunktion befindet sich derzeit noch im Testbetrieb. Wir bitten um Verständnis, wenn zu Beginn noch nicht alles so läuft, wie es sollte.

 
mit Material von dts Nachrichtenagentur
mit Material von dts Nachrichtenagentur
Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

  

   

 

Diese Artikel gefallen Ihnen sicher auch ...Lesenswert!
Empfohlen von der Redaktion