Der Gewerbepark an der Autobahn A 30 ist der erste von insgesamt sieben Standorten auf dem Gebiet der Gemeinde Bissendorf, an dem der Landkreis Osnabrück aktuell ein zeitgemäßes Sirenenkonzept für den Katastrophenfall aufbaut.
Prüfung, ob der Boden tragfähig ist
Am Dienstag, 10. Februar, wurde hier die Montage eines 13,5 Meter hohen Stahlmastes durchgeführt, dessen Stromversorgung künftig über ein Solarmodul erfolgen soll. Begonnen wurde am frühen Morgen mit einem hydraulischen Druckplattenversuch, dem die Aushebung einer 2 x 2 Meter großen und 1,50 Meter tiefen Baugrube an der Straße „Gewerbepark“ folgte.
Auf diese Art und Weise prüft die Spezialtiefbaufirma PH Montage und Projektentwicklung die deutschlandweit für Alarmierungs- und Warnsysteme für den Katastrophenschutz tätig ist, ob der Boden tragfähig ist und man dort gründen kann.
180 Kilogramm schweres Fundament

Das Fundament kommt ohne Bodenversiegelung aus und lässt sich an einem Tag umsetzen. / Foto: Gemeinde Bissendorf
Da am besagten Standort keine bodenverdichtenden Maßnahmen erforderlich waren, wurde wenig später das 180 Kilogramm schwere Fundament mit Hilfe eines Tragseils in die Grube gehoben. Hier wurde es sorgfältig ausgerichtet und mit einem Leerrohr für die Technik versehen, bevor die Baugrube wieder verfüllt wurde.
„All diese Arbeiten erfolgen komplett ohne Beton. Die Stellung des Fundamentsystems ´Steel-Root´ funktioniert ähnlich wie eine Baumwurzel. Es kommt ganz ohne Bodenversiegelung, Aushärtezeiten oder die Entsorgung von Erdreich aus, ist vielseitig anwendbar, umweltschonend und lässt sich problemlos an einem Tag umsetzen“, schilderte der leitende Monteur Patrick Hugo.
Schon kurze Zeit später wurde der imposante, aus zwei tief ineinandersteckenden Teilen bestehende Stahlmast in senkrechte Position gebracht, fest mit dem Fundament verschraubt und ein Schrank für die erforderliche Technik aufgestellt.
Drei Masten und weitere Alarmanalagen geplant
Die Infrastruktur für einen weiteren freistehenden Sirenenmast wurde am selben Tag auch am Spielplatz an der Rilkestraße in Natbergen geschaffen. Im Anschluss soll die Aufstellung eines dritten Masts auf einem gemeindeeigenen Grundstück neben dem Hochbehälter am Steinkuhlenweg in Jeggen folgen.
Gewarnt werden soll die Bissendorfer Bevölkerung von diesen und vier weiteren Alarmanlagen-Standorten auf Dächern von öffentlichen Gebäuden künftig zum Beispiel vor Extremstwetterlagen und außergewöhnlichen Ereignissen.
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