Kretschmann ist doof! („Das wird gemeldet! Das wird gemeldet!“)
Wie immer, wenn ein grüner Politiker etwas sagt, wetteifern die notorischen Grünenhasser um den dämlichsten Kommentar in einem der Internetforen, und das zumeist in einer Schriftsprache, wie sie vom baden-württembergischen Ministerpräsidenten offenbar künftig geduldet wird.
Kretschmann hat vor wenigen Tagen die Ansicht vertreten, dass die Bedeutung, „Rechtschreibung zu pauken“, abnehme, „weil wir heute ja nur noch selten handschriftlich schreiben“, zumal es „kluge Geräte“ gebe, die die Grammatik und Fehler korrigierten. „Ich glaube nicht, dass Rechtschreibung jetzt zu den großen, gravierenden Problemen der Bildungspolitik gehört.“ Dass Kretschmann längst eine Politik betreibt, die alles andere als grün ist, ist für aufrechte Wutbürger dabei völlig belanglos.
Wenn man deren Kommentare im Internet liest, wird einem umgehend plastisch vor Augen gehalten, wie notwendig eine korrekte Rechtschreibung wäre (OT: „… ich wahr mal Gans anderer Meinung“). Kretschmann, der sich auf Grammatik- und Fehlerkorrektur „kluger Geräte“ beruft, übersieht dabei völlig, dass man auch die Korrekturen erst einmal verstehen muss, wenn man sie fehlerfrei anwenden möchte. Das heißt, nur wer richtig Schreiben und Lesen kann, wird auch etwas mit den gepriesenen Korrekturhilfen anfangen können. Grundlegendes sprachliches Wissen wie Texterschließung, Grammatik oder Rechtschreibung bleiben sonst völlig auf der Strecke.