HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Osnabrück
  • Region Osnabrück
  • Deutschland & die Welt
  • Kultur
  • Sport
  • Meinung & Kolumne
.
Baustelle am 26. Februar: Wildwuchs am Natruper-Tor-Wall in...
Leichtathletik in Osnabrück: LG-Staffel jubelt über Silber und...
Kommentar: Wie der AfD Kreisverband Osnabrück-Stadt Kommunikation ins...
Stadt Osnabrück sucht wieder Pflegeeltern
Bombe gefunden: Autobahn A1 zwischen Münster und Osnabrück...
So findet die Sanierung der Mindener Straße in...
Kommunalwahlkampf 2026: Wie viel Strategie steckt hinter den...
Einbruch auf Osnabrücker Firmengelände – Autoteile entwendet
Gute Nachricht des Tages: VfL Osnabrück spendet Becherpfand...
Raum für gemeinsame Trauer: Gedenkversammlung für getötete Frau...
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • ✨ KI-Leitlinie
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Osnabrück
  • Region Osnabrück
  • Deutschland & die Welt
  • Kultur
  • Sport
  • Meinung & Kolumne
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Osnabrück
  • Region Osnabrück
  • Deutschland & die Welt
  • Kultur
  • Sport
  • Meinung & Kolumne

© (1996) 2014 – 2026 osna.com GmbH
Impressum & Datenschutzerklärung.

Startseite Deutschland & die WeltJustizsenatorin: AfD-Verbot aktuell verfrüht und riskant
Deutschland & die Welt

Justizsenatorin: AfD-Verbot aktuell verfrüht und riskant

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 23. Juni 2025
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 23. Juni 2025
Protest gegen die AfD (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
14

Berlins Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) warnt vor vorschnellen Diskussionen über ein Verbot der AfD und bezeichnet die aktuelle Debatte als problematischen „Kurzschluss“. Sie betont, dass die juristischen Voraussetzungen für ein Parteiverbot derzeit nicht gegeben seien und ein solcher Schritt nur unter strengen Bedingungen geprüft werden dürfe.

Warnung vor Vermischung von Politik und Recht

Felor Badenberg (CDU), Justizsenatorin in Berlin, äußerte im Gespräch mit dem Tagesspiegel deutliche Kritik an der aktuellen Diskussion über ein mögliches AfD-Verbot. „Bei der Debatte über ein AfD-Verbot wird sehr oft die juristische mit der politischen Seite vermischt. Das ist aus meiner Sicht ein problematischer Kurzschluss“, sagte Badenberg dem Tagesspiegel. Sie warnte davor, ein Parteiverbot ohne gründliche juristische Prüfung zu diskutieren: „Diese Frage stellt sich aus meiner Sicht erst und nur dann, wenn die juristischen Voraussetzungen für ein Verbot vorliegen. Alles andere wäre unverantwortlich“, so Felor Badenberg.

Rechtliche Voraussetzungen noch nicht gegeben

Vor ihrem Amtsantritt als Justizsenatorin 2023 war Felor Badenberg Vize-Präsidentin des Bundesamtes für Verfassungsschutz und an der Einstufung der AfD als rechtsextremistischer Verdachtsfall beteiligt. Im Mai hatte das Bundesamt die Partei hochgestuft – zu gesichert extremistisch. Aufgrund einer Klage vor dem Verwaltungsgericht Köln ist das Verfahren derzeit jedoch ausgesetzt.

„Aktuell befinden wir uns in einem Stadium, in dem nicht einmal die Höherstufung zur gesichert rechtsextremistischen Bestrebung gerichtlich bestätigt ist“, erklärte Felor Badenberg dem Tagesspiegel. Sie erläuterte, dass es beim Verfassungsschutz ein dreistufiges System gebe: Prüffall, Verdachtsfall, gesicherter Extremismus. „Um ein Verbotsverfahren gegen eine Partei einzuleiten, muss darüber hinaus deren Verfassungsfeindlichkeit festgestellt werden. Aus juristischer Perspektive befinden wir uns momentan aufgrund der Stillhaltezusage des Verfassungsschutzes aber erst auf der zweiten Stufe“, sagte die Juristin. „Für ein Verbotsverfahren muss aber über den gesicherten Extremismus hinaus die Verfassungsfeindlichkeit der Partei gegeben sein. Daher ist es aktuell verfrüht, jetzt über die vierte Stufe zu diskutieren.“ Sie betonte, dass zunächst die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln über die Höherstufung der AfD als gesichert rechtsextrem abgewartet werden müsse.

Hohe Hürden für ein Parteiverbot

Für eine Verfassungsfeindlichkeit müsse der AfD in Gänze nachgewiesen werden, dass sie bereit ist, die freiheitlich-demokratische Grundordnung massiv zu beeinträchtigen oder gar zu beseitigen. „Und dafür reichen einzelne relevante Äußerungen nicht aus“, sagte Felor Badenberg dem Tagesspiegel. „Ausschlaggebend sind nach Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts vor allem offizielle Stellungnahmen, etwa das Parteiprogramm oder Parteitagsbeschlüsse. Und wenn Sie sich diese anschauen, gibt es wenige Anhaltspunkte. Die AfD hat in den letzten Jahren dazugelernt.“

Gleichwohl ist Felor Badenberg nicht grundsätzlich gegen ein Verbot: „Ich will klar sagen: Wenn die rechtlichen Voraussetzungen vorliegen, muss über ein Verbot ernsthaft nachgedacht werden“, sagte sie. „Warum sollte man denn auf ein Instrument zum Schutz des Staates verzichten?“ Dabei müsse eine hohe Wahrscheinlichkeit auf Erfolg bestehen. „Denn scheitert ein Verbotsverfahren in Karlsruhe, bekäme die AfD vom höchsten Gericht, dem Bundesverfassungsgericht, quasi eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausgestellt und könnte so ihre Opferrolle verstetigen.“ Das halte sie nicht nur für kontraproduktiv, sondern auch für gefährlich.

0 Kommentare 0 FacebookTwitterPinterestEmail
mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

vorheriger Artikel
Botswana fordert Deutschland zu Legalisierung des Elfenbeinhandels auf
nächster Artikel
Badenberg fordert Beweislastumkehr gegen kriminelles Vermögen

das könnte Sie auch interessieren

CDU-Außenpolitiker Hardt unterstützt neue US-Luftschläge gegen Iran

25. Februar 2026

Ökonom erwartet Rückenwind für US-Wirtschaft, warnt vor KI-Risiko

25. Februar 2026

Dax steigt über 25.000 Punkte – Anleger blicken...

25. Februar 2026

Grünen-Chef Banaszak attackiert Koalition für Aus beim Heizungsgesetz

25. Februar 2026

Mehr Verkehrstote 2025: Straßenverkehr in Deutschland wieder gefährlicher

25. Februar 2026

Staatsdefizit 2025 steigt auf 119 Milliarden Euro

25. Februar 2026

Weniger Abiturienten 2025: G8-Auslauf in Bayern drückt Zahlen

25. Februar 2026

Bauhauptgewerbe 2025: Rekordaufträge und Umsatz dank Großprojekten

25. Februar 2026

Deutsches BIP wächst Ende 2025 dank Konsum und...

25. Februar 2026

Klingbeil-Berater kritisiert Blockade gegen Verlängerung für Malmendier

25. Februar 2026


Aktuelle Artikel

  • CDU-Außenpolitiker Hardt unterstützt neue US-Luftschläge gegen Iran

    25. Februar 2026
  • Baustelle am 26. Februar: Wildwuchs am Natruper-Tor-Wall in Osnabrück wird entfernt

    25. Februar 2026
  • Ökonom erwartet Rückenwind für US-Wirtschaft, warnt vor KI-Risiko

    25. Februar 2026
  • Dax steigt über 25.000 Punkte – Anleger blicken auf Nvidia

    25. Februar 2026
  • Grünen-Chef Banaszak attackiert Koalition für Aus beim Heizungsgesetz

    25. Februar 2026


Impressum

  • Facebook
  • Twitter
  • Instagram

© (1996) 2014 – 2026 osna.com GmbH   ·   Impressum & Datenschutzerklärung   ·   Made with ♡ in Osnabrück.   ·  Unsere Partnerportale:
OSNA.dating Partnersuche   ·   Hilfethemen für die US Einreise mit dem ESTA.  ·   www.kfz-versicherung-trotz-schufa.com  


zurück nach oben
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Home3 demos
  • Politics
  • Economy
  • Sport
  • Culture
  • Technology
  • Region Osnabrück+ Kreis ST
  • Seite 3