Die US-Bank JP Morgan rechnet im kommenden Jahr mit einer weltweiten Welle großer Unternehmensübernahmen. Nach ersten sehr großen Transaktionen Ende 2025 sollen die Rahmenbedingungen für sogenannte Megadeals 2026 besonders günstig sein, wie das Geldhaus dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe) sagte.
„2026 wird das Jahr der Megadeals werden“
Co-Head Global Banking Filippo Gori von JP Morgan verwies im Gespräch mit dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe) auf mehrere Transaktionen, die bereits für Bewegung im Markt gesorgt hätten. Ende 2025 habe es mit dem 55 Milliarden Dollar schweren Verkauf des Videospieleentwicklers Electronic Arts und der Übernahme des Medienkonzerns Warner Bros. durch Netflix für 72 Milliarden Dollar zum ersten Mal seit Längerem wieder sehr große Deals gegeben, sagte Gori dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). „Dieses Momentum hält an, und wir sind überzeugt: 2026 wird das Jahr der Megadeals werden. Unsere Pipeline ist so voll wie nie zuvor“, sagte er dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe).
Günstige Finanzierung und stabiles Zinsumfeld
Für das gestiegene Interesse an großen Übernahmen gebe es laut Gori verschiedene Ursachen. „Die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen und Finanzinvestoren sind so günstig wie lange nicht“, sagte er dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). „Außerdem ist das Zinsumfeld in Europa und den USA stabil, was für Planungssicherheit sorgt“, erklärte Gori dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). Hinzu komme, dass sich Unternehmen in vielen Regionen der Welt an das unsichere geopolitische Umfeld gewöhnt hätten und darin inzwischen kein Hindernis mehr sähen, Übernahmen anzugehen, sagte er dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe).
Erwartete Übernahmen in den USA und in Europa
In den Vereinigten Staaten erwartet Gori unter anderem wegen der Politik von Präsident Donald Trump weitere Übernahmen. „In den USA wollen viele Konzerne auch wegen wirtschaftsfreundlicher Reformen der Regierung aktiv werden und denken deshalb zum Teil auch über Deals nach, die bisher als ausgeschlossen galten“, sagte er dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). Zudem rechnet Gori mit Akquisitionen innerhalb Europas. „Europa braucht größere Unternehmen, um in Sektoren wie Technologie, Verteidigung und Infrastruktur im globalen Wettbewerb mithalten zu können“, sagte er dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe).
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