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Startseite Deutschland & die WeltIsrael könnte Irans Schwäche für Angriff nutzen
Deutschland & die Welt

Israel könnte Irans Schwäche für Angriff nutzen

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 12. Dezember 2024
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 12. Dezember 2024
Israelische Parlamentsgebäude / Foto: dts
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Der Sturz des syrischen Machthabers Baschar al-Assad könnte weitreichende geopolitische Konsequenzen haben. Gerhard Conrad, ehemaliger Nahost-Experte des Bundesnachrichtendienstes (BND), äußert die Möglichkeit, dass Israel die Schwächephase des Iran nutzen könnte, um iranische Atomanlagen anzugreifen. Diese Überlegungen könnten nicht nur in Tel Aviv, sondern auch in Washington neu aufleben, wie Conrad gegenüber dem „Handelsblatt“ (Freitagausgabe) anmerkte.

Geopolitische Veränderungen nach Assads Sturz

Gerhard Conrad, früherer Nahost-Experte des BND, sieht durch die veränderte Lage in Syrien neue Dynamiken im Nahen Osten. Im Gespräch mit dem „Handelsblatt“ betont er, dass nun eine „Kosten-Nutzen-Rechnung“ vorgenommen werden müsse. „Sicher lassen sich Atomanlagen bombardieren, aber der Iran kann sich wehren, etwa indem er Schiffe in der Straße von Hormus beschießt oder sogar die Meerenge vermint“, erklärte Conrad. Israel habe bereits die iranische Flugabwehr erheblich geschwächt, was eine militärische Aktion nicht ausschließt. Hintergrund sei der Fortschritt des Iran bei der Weiterentwicklung seiner nuklearen Fähigkeiten, welches die Revolutionsgarden als eine Art „sicherheitspolitische Lebensversicherung“ betrachten.

Aufgaben der Geheimdienste

Conrad fordert eine verstärkte Überwachung der Stabilität des Iran durch westliche Geheimdienste. „Das muss jetzt der Aufklärungsauftrag an unsere Nachrichtendienste sein, mit einer breit angelegten Sensorik“, so der Ex-BND-Agent. Eine oberflächliche Herangehensweise reiche nicht aus, stattdessen müsse tief in die staatlichen Strukturen des Iran hineingeschaut werden.

Implikationen für den Iran

Das iranische Regime setzt weiterhin auf Machtdemonstration im Inland, stellt Conrad fest. Sollte die „Achse des Widerstands“, die von Teheran geführte Anti-Israel-Allianz, in Syrien „so eklatant zusammenbrechen, stehen die Mullahs mit kurzem Hemd da“, fügte er hinzu. Die geopolitische Lage bleibt angespannt, und die Zukunft der Region könnte von den Entscheidungen in Israel und Iran entscheidend beeinflusst werden.

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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