Das deutsche Feldlager im jordanischen al-Azraq ist in der Nacht zu Montag offenbar mit ballistischen Raketen aus dem Iran angegriffen worden. Nach Informationen des Magazins "Spiegel" wurde auch der deutsche Teil des jordanischen Luftwaffenstützpunktes, auf dem ebenfalls die U.S. Air Force stationiert ist, getroffen. Deutsche Soldaten kamen nach bisherigen Erkenntnissen nicht zu Schaden.
Angriff in der Nacht, keine Verletzten
Zum Zeitpunkt der Attacke hielten sich die deutschen Soldaten nach Angaben aus Bundeswehrkreisen in Schutzräumen auf. Dadurch kam es zu keinen Personenschäden. Bisher ist nicht abschließend geklärt, ob die Raketen direkt auf der Basis einschlugen oder ob Trümmerteile von zuvor durch die Flugabwehr abgefangenen Geschossen auf dem Militärgelände niedergingen.
Bundeswehr seit Jahren in al-Azraq stationiert
Die Bundeswehr ist seit Jahren fest im jordanischen al-Azraq stationiert. Von dort aus unterstützt die Luftwaffe mit Tankflugzeugen eine internationale Anti-Terror-Koalition. Wegen der eskalierenden Lage im Nahen Osten hatte die Bundeswehr das Personal vorsorglich reduziert; ursprünglich war dort eine niedrige dreistellige Zahl von Soldaten stationiert.
Derzeit hält die Bundeswehr in al-Azraq zwei A400M der Luftwaffe in Bereitschaft, um im Falle einer Evakuierungsoperation schnell reagieren zu können.
Unklarer Schaden, Untersuchung läuft
Wie groß die Schäden durch die Einschläge sind, war am Montag zunächst unklar. Ein Sprecher des zuständigen Operativen Führungskommandos bestätigte auf Anfrage des "Spiegel" lediglich, dass es in der Nacht einen Angriff gab. Wörtlich hieß es gegenüber dem "Spiegel", der Vorfall werde gerade intern untersucht.
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