Die Lufthansa erwägt aufgrund der Folgen des Iran-Kriegs, bis zu 20 Flugzeuge vorübergehend aus dem Betrieb zu nehmen. Konzernchef Carsten Spohr stellte in einer kurzfristig einberufenen virtuellen Mitarbeiterversammlung mögliche Kapazitätskürzungen und steigende Ticketpreise in Aussicht, wie das „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe) berichtet.
Lufthansa prüft Stilllegung von Flugzeugen
Carsten Spohr soll am Dienstagmittag vor Mitarbeitenden erklärt haben, man habe das Team beauftragt, Maßnahmen zur vorübergehenden Stilllegung von 20 Flugzeugen vorzubereiten, berichtet das „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). Das entspreche nach Angaben des Managers einer Reduzierung der angebotenen Sitzplatzkapazität um 2,5 Prozent. Sollte es nötig sein, könne man sogar 40 Flugzeuge vorerst am Boden lassen. „Wir wollen früh vorbereitet sein“, soll Spohr mit Blick auf die massiven Folgen des Kriegs im Nahen Osten gesagt haben, zitiert das „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). Betroffen seien vor allem Flugzeugmuster, die ohnehin kurz davor seien, ausgemustert zu werden.
Gestiegene Kerosinpreise und Auswirkungen auf die Nachfrage
Zwar habe Lufthansa den Treibstoffbedarf zu 80 Prozent gegen Preisschwankungen abgesichert. Doch alleine für die verbleibende Treibstoffmenge würden die gestiegenen Kerosinpreise Mehrkosten von 1,5 Milliarden Euro ausmachen. Lufthansa komme nicht umhin, die Ticketpreise zu erhöhen. „Das wiederum wird sich auf die Nachfrage auswirken, es werden weniger Menschen reisen“, sagte der Lufthansa-Chef laut „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). „Die Folgen sind größer, als wir erwartet hatten“, so Spohr mit Blick auf die Situation im Nahen Osten, berichtet das „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe).
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