Der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland ist im Juni 2026 saison- und kalenderbereinigt um 3,1 Prozent gestiegen. Ohne Großaufträge lag er jedoch 0,5 Prozent unter dem Vormonat. Das Statistische Bundesamt (Destatis) veröffentlichte die vorläufigen Zahlen am Donnerstag.
Branchen und Güter: Starke Unterschiede
Besonders stark zugelegt haben der Maschinenbau mit plus 12,7 Prozent und die Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen mit plus 22,7 Prozent. In beiden Bereichen meldeten mehrere Betriebe Großaufträge. Auch die Automobilindustrie verzeichnete ein Plus von 3,8 Prozent. Im Sonstigen Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge) sanken die Auftragseingänge hingegen um 41,7 Prozent gegenüber dem Vormonat. Für Großaufträge in diesem Bereich liegen laut Destatis noch unvollständige Daten vor.
Bei den Investitionsgütern stieg der Auftragseingang um 6,4 Prozent, bei Konsumgütern um 4,2 Prozent. Vorleistungsgüter verzeichneten dagegen einen Rückgang von 2,5 Prozent.
Ausland und Inland: Geteiltes Bild
Die Auslandsaufträge stiegen insgesamt um 0,2 Prozent. Dabei sanken die Aufträge aus der Eurozone um 14,0 Prozent, während die Aufträge von außerhalb der Eurozone um 10,2 Prozent zulegten. Die Inlandsaufträge stiegen um 7,8 Prozent.
Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe lag im Juni 2026 saison- und kalenderbereinigt 1,3 Prozent unter dem Vormonat. Im Vergleich zum Juni 2025 war er kalenderbereinigt 0,4 Prozent niedriger. Für Mai 2026 wurde der vorläufige Umsatzanstieg von 1,8 Prozent auf 0,2 Prozent nach unten korrigiert. Auch diese Anpassung ergibt sich aus einer Revision der Preisbereinigung.