Zwei Osnabrücker Startplätze
Bronzemeeting, die Veranstaltung in Dortmund gehört zur dritthöchsten Kategorie des Weltverbandes. Drei Startplätze gab es für deutsche Aktive. Dass deren zwei nach Osnabrück an die Leichtathletik-Gemeinschaft (LG) gehen, ist eine bemerkenswerte Wertschätzung für die erfolgreiche Arbeit im Sportpark Gretesch. Der fand in der letzten Woche sogar bundesweit Beachtung – das rote Band der Kunststoffbahn inmitten des schneebedeckten Umfeldes verdeutlichte symbolhaft die schwierigen Trainingsbedingungen ohne eigene Halle, wie es der Norddeutsche Rundfunk in einem Fernsehbeitrag des Vorjahres skizziert hatte.
Kroll bleibt selbstbewusst
Davon unbeeindruckt traf Florian Kroll, im Vorjahr an gleicher Stelle sensationell Deutscher Hallenmeister, zum Auftakt auf den derzeit schnellsten Deutschen, Jean-Paul Bredau, dazu Jonathan Sacoor, mehrfach Weltmeister mit den belgischen Staffeln. Florian geht selbstbewusst an, ist bis 300 Meter schnell wie nie. Nach einer gerade überstandenen Grippe kann er seine große Stärke, die Schlussgerade, noch nicht wie gewohnt ausspielen. 47,00 Sekunden – nur einmal war Florian in der Halle bisher schneller. In der Gesamtwertung bedeutet es Rang sieben, ganze drei Hundertstel hinter Rang fünf.
Auch Dammermann überzeugt
Im zweiten Lauf richten sich die Blicke der 3.000 Zuschauer auf Fabian Dammermann, im Vorjahr schnellster Deutscher auf der Rundbahn. Zielfotoentscheidungen, Stürze, Stolperer – Fabian steht in der Halle für Spannung, Dramatik und Erfolg. Bei Deutschen Meisterschaften sammelte er sechs Finalteilnahmen bei sieben Starts. Und Fabian wird den Erwartungen gerecht, gestaltet das Rennen wie gewohnt spannend bis dramatisch. Von Platz drei nach der Rennhälfte startet er seine Aufholjagd, nicht ohne eingangs der dritten Kurve nach einem leichten Körperkontakt mit einem Stolperer für ein Raunen im Publikum zu sorgen. Auf der kurzen Zielgeraden macht der angehende Gymnasiallehrer Platz um Platz gut. 46,81 Sekunden – nur zweimal war Fabian bisher schneller. Gesamtplatz vier, ganze zwölf Hundertstel fehlen am Ende zu Bronze.
Hallensaison der Leichtathletik
Dramatisch schnell wie die 400 Meter wird jetzt auch die Hallensaison der Leichtathletik. Am Freitag Indoor-Meeting in Erfurt mit der kompletten deutschen Spitze, zwei Wochen später die Deutschen Meisterschaften in Dortmund. Mittendrin statt nur dabei zwei Osnabrücker Langsprinter – zu verfolgen auf Social Media und den Livestreams der Veranstaltungen, zu finden über die Webseite.