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Startseite Deutschland & die WeltIG Metall warnt: Rechte Tendenzen in Betrieben wachsen
Deutschland & die Welt

IG Metall warnt: Rechte Tendenzen in Betrieben wachsen

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 28. April 2025
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 28. April 2025
Foto: dts
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Die IG-Metall-Gewerkschafterin Chaja Boebel hat die Zurückhaltung der Gewerkschaften im Umgang mit rechten Tendenzen in den Betrieben scharf kritisiert. In einem Interview mit der Tageszeitung „nd.DerTag“ warnte sie vor den Folgen dieser Passivität und forderte mehr Engagement im Kampf für Demokratie und inklusive Solidarität.

Kritik an gewerkschaftlicher Zurückhaltung

Chaja Boebel, Mitglied im IG-Metall-Vorstand und dort zuständig für Grundsatzfragen und Gesellschaftspolitik, äußerte gegenüber der Tageszeitung „nd.DerTag“ (Dienstagsausgabe) deutliche Kritik an der bisherigen Haltung der Gewerkschaften. „Man habe sich zu lange auf Erfolgen ausgeruht ‚und ausgeblendet, dass man im Betrieb mit den Auswirkungen gesellschaftspolitischer Debatten nicht nur leben, sondern dass man sich ihnen stellen muss'“, sagte Boebel. Ihrer Ansicht nach habe diese Einstellung dazu beigetragen, dass extrem rechte Positionen in deutschen Betrieben Zulauf gewinnen konnten.

Bedrohung der Demokratie durch AfD

Die Gewerkschafterin betonte, dass es für die Betriebsräte und Gewerkschaften nicht ausreiche, „erklären zu können, warum der Kantinenausschuss diese oder jene Entscheidung getroffen hat, sondern es gehe auch darum ‚zu zeigen, dass wir auf die Demokratie angewiesen sind und die AfD dafür eine Bedrohung ist‘.“ Die AfD finde insbesondere dort in den Betrieben Anklang, wo Unsicherheit im Hinblick auf die Transformation, beispielsweise im Bereich der E-Mobilität, besonders groß sei.

Forderung nach inklusiver Solidarität

Laut Boebel kanalisiere die AfD die Unzufriedenheit der Beschäftigten mit einer, wie sie es nennt, „anti-emanzipativen Kümmererpolitik“. Sie fordert, dass innerhalb der Gewerkschaften neu über die demokratischen Grundlagen und über die Frage diskutiert werden müsse, „wie man eine inklusive Solidarität schafft, die nicht nur bestimmte Gruppen einschließt“.

Mit diesen Aussagen positioniert sich Boebel klar für einen stärkeren gewerkschaftlichen Einsatz gegen rechte Bestrebungen und für ein inklusives und solidarisches Miteinander in den Betrieben.

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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