Angesichts gestiegener Spritpreise werden in der Bundespolitik Forderungen nach einem generellen Tempolimit lauter. Politikerinnen von Grünen und Linken drängen auf ein schnelles Handeln der Bundesregierung und verweisen auf mögliche Energie- und Klimaschutz-Effekte. Unterstützung erhalten sie von Empfehlungen der Internationalen Energieagentur, die bereits im März Maßnahmen zur Reduzierung der Folgen von Ölschocks vorgelegt hat.
Grünen-Fraktionschefin drängt auf rasche Entscheidung
Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katharina Dröge forderte in der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe) ein rasches Einführen eines Tempolimits. „Ein Tempolimit ist längst überfällig und muss jetzt kommen“, sagte Dröge der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). Die Bürger müssten entlastet werden. „Aber wir werden auch Energie sparen müssen“, sagte sie der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). „Deutschland steht vor einer der schwersten Energiekrisen seit Jahrzehnten und die Bundesregierung tut fast gar nichts“, kritisierte sie in der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe).
Linke fordert generelles Tempolimit von 120 km/h
Auch aus der Linksfraktion kommt die Forderung nach einem Tempolimit. Agnes Conrad, Sprecherin für nachhaltige Automobilpolitik, sagte der „Rheinischen Post“, die Linke fordere ein generelles Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen. „Dass auf deutschen Autobahnen weiter unbegrenzt gerast werden darf, ist aus der Zeit gefallen“, so Conrad gegenüber der „Rheinischen Post“. „Weniger Tempo senkt das Unfallrisiko, spart Sprit und schützt das Klima“, sagte sie der „Rheinischen Post“.
Internationale Energieagentur mit Maßnahmenkatalog
Bereits im März hatte die Internationale Energieagentur (IEA) zehn Maßnahmen vorgeschlagen, um die Auswirkungen von Ölschocks auf Haushalte und Unternehmen zu reduzieren. Die IEA regte unter anderem mehr Home-Office, niedrigere Geschwindigkeitslimits, eine Förderung des ÖPNVs und von Carsharing sowie weniger Geschäftsflugverkehr an.