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Startseite Deutschland & die WeltHannover-96-Geschäftsführer fordert Reform der Regelung 50+1
Deutschland & die Welt

Hannover-96-Geschäftsführer fordert Reform der Regelung 50+1

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 28. Februar 2024
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 28. Februar 2024
Hannover 96 / Foto: dts
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Der Geschäftsführer von Hannover 96, Martin Kind, fordert eine Reform der 50+1-Regel im deutschen Fußball und sieht die aktuelle Krise als Chance für eine Änderung. Er kritisiert das Kartellamt für ungleiche Bedingungen und das DFL-Präsidium für dessen Haltung zur Regel und Investoren-Pläne.

Reform der 50+1-Regel: Chance in der Krise

Martin Kind, Geschäftsführer des Zweitligisten Hannover 96, hat im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ die Notwendigkeit einer Reform der umstrittenen 50+1-Regel im deutschen Fußball betont. Die Regel, die das Weisungsrecht der Profi-Vereine gegenüber externen Geldgebern begrenzt, müsse seiner Meinung nach nicht zwingend abgeschafft werden: „Ich kann der DFL nur empfehlen: Versteht doch bitte diese Krise als Chance – wir können 50+1 beibehalten.“ Dabei plädierte Kind dafür, dass das Weisungsrecht „inhaltlich nach Fragen des Verbands- und Unternehmensrechts definiert werden“ müsse.

Kritik am Kartellamt und ungleiche Bedingungen

Kind kritisierte zudem das deutsche Kartellamt für seine Einstufung der 50+1-Regel als unbedenklich, trotz der Ausnahmeregelungen für Leverkusen, Wolfsburg und Hoffenheim. Laut dem 96-Geschäftsführer führt diese Praxis zu einer „Wettbewerbsverzerrung“. Er argumentierte: „Das Kartellamt hat als einzige Aufgabe, wettbewerbsgleiche Bedingungen zu schaffen. Aber dass drei Vereine ihre Ist-Situation festgeschrieben bekommen, mit kleinen Modifikationen, und alle anderen Klubs diesen Status niemals erhalten dürfen: Ist das fair? Nein. Es ist inakzeptabel.“

Auseinandersetzung mit der DFL

Des Weiteren äußerte Kind Kritik an den Aussagen von DFL-Präsidiumssprecher Hans-Joachim Watzke bezüglich der gescheiterten Investoren-Pläne und dem internen Streit bei Hannover 96. „Ich halte es für falsch, dass Herr Watzke die 50+1-Regel in der jetzigen Form als gesetzt erklärt“, so Kind. Der Hannover-Geschäftsführer argumentiert, dass durch diese Haltung signalisiert wird, dass Änderungen nicht möglich seien. Bezüglich des abgesagten Investoren-Einstiegs merkte Kind an, dass dieses „das Konzept der DFL“ sei und sie dazu stehen sollten. Er unterstrich: „Sie haben diese Strategie erarbeitet und den Prozess nun beendet. Was hat das denn mit meinem Abstimmungsverhalten zu tun?“

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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