„Am 8. Tag schuf Gott den Rechtsanwalt“, unter diesem Titel wurde ein Soloprogramm von Dieter Hallervorden angekündigt, so stand es auch auf den Eintrittskarten. Geboten wurde ein Rückblick auf 50 Jahre Nonstop Nonsens.
Wer ein Satireprogramm erwartet hatte, bei dem der aktuell durch seine Rolle in Til Schweigers Familienfilm glänzende Klamauk-Komiker auch seine anspruchsvollere Seite auf der Bühne zeigen würde, der wurde enttäuscht.
Unterstützt von seinem hervorragenden Bühnenpartner Harald Effenberg bot der Berliner stattdessen einen Rückblick auf mehr als 50 Jahre Bühnenerfahrung, bei dem nur am Rande auch mal die ernsthafteren Möglichkeiten des Schauspielers Hallervorden hervorblickten. Schnell landete „Didi“ dann aber doch wieder bei bekannten Sletchen aus Nonstop Nonsens oder Hallervordens Spotlight.
Wer das juristische Soloprogramm erwartete, wurde wohl kaum dadurch entschädigt, dass lediglich ein einzelner Sketch, bei dem der Satiriker aus einer juristischen Fachzeitschrift rezitierte, einen Hauch des versprochen Programms vermittelte. Immerhin erfuhr das Publikum dabei, dass Hallervorden bevor er sich für die Schauspielschule einschrieb auch über ein Jura-Studium nachgedacht haben will.
Dieter Hallervorden und sein ebenbürtiger Bühnenpartner Harald Effenberg auf der Osnabrücker Bühne.
